Szenenapplaus für einen Furz

Was auf der Leinwand funktioniert, funktioniert auf der Bühne manchmal gar nicht. Aber bei Shrek, dem grünen Oger, ist das anders. Im Theater 11 in Zürich tanzt und singt sich ein hervorragendes Ensemble durch das Kinomärchen. Und direkt in die Herzen des Premierenpublikums.

Einen Szeneapplaus für einen Furz: Das gab es vielleicht noch nie auf einer Theaterbühne. Aber wenn dem grünen Oger Shrek im romantischsten Moment ein lautes Knattern entweicht und Fiona nicht weniger laut zurückknattert, gibt es im Theater 11 kein Halten mehr. Das Premierenpublikum brüllt vor Lachen und applaudiert.

Shrek ohne Kater

Auf den wunderbaren Kater muss man im Musical verzichten. Aber sonst sind sie alle da, die vertriebenen Märchenfiguren, der eingebildete Lord und die bezaubernde Fiona. Sie tanzen und singen sich fast drei Stunden lang durch die herzerwärmende Liebesgeschichte, die jedes Kind aus dem Kino kennt.

Und da stimmt so ziemlich alles; von den witzigen Kostümen, zu den präzis gezeichneten Charakteren bis zum Tempo, das sich durch die ganze Show zieht. Nach dem Szenenapplaus für den Furz gab es am Schluss deshalb auch eine Standing Ovation für das grossartige Vergnügen.

(kerf; Regionaljournal Zürich Schaffhausen, 12:03 Uhr)

Sendungsbeitrag zu diesem Artikel

  • «Shrek»-Premiere: Wenn ein Interview zur Schocktherapie wird

    Aus glanz und gloria vom 20.2.2015

    «g&g»-Reporter Joel Grolimund berichtet von der Premiere des Musicals «Shrek» in Zürich. Das ist die Bühnenadaption des erfolgreichen Zeichentrickfilms rund um den eigentlich grossherzigen, aber griesgrämigen, grünen Oger namens Shrek. Wegen seines furchteinflössenden Äusserens halten ihn alle für gefährlich. Ob die Premierengäste da ihre Nerven im Griff behalten können? Der «g&g»-Reporter testet die prominenten Nerven auf ihre Schreckhaftigkeit, ein Interview als Schocktherapie quasi.