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Traditionsbäckerei ist Konkurs Zürcher Bäckerei Keller muss 15 Filialen schliessen

Die Bäckerei Keller musste Konkurs anmelden. Betroffen sind rund hundert Angestellte, die ihren Arbeitsplatz verlieren.

Die Fassade eines Hauses, mit der Aufschrift Bäckerei, daneben steht auch noch Café.
Legende: Der Betrieb in Regensdorf ist eingestellt. Keystone

1908 wurde sie gegründet, nun musste die Bäckerei Keller offenbar Konkurs anmelden. Das Konkursamt Zürich-Höngg bestätigt auf Anfrage eine Meldung des «BLICK».

Rund 100 Angestellte dürften damit ihre Stelle verlieren. Dazu kommen 70 weitere Mitarbeiter, die bereits in den vergangenen Monaten freigestellt worden sind.

Die Zürcher Traditionsbäckerei sei damit leider eine von vielen, sagt Claudia Vernocchi. Sie ist Vizepräsidentin des Schweizerischen Bäcker-Confiseurmeister-Verband.

Dieser hat im vergangenen Jahr vierzig Mitglieder verloren – weil ebenso viele Bäckereien in der Schweiz aufgeben mussten.

Regional und ideenreich

Damit nicht noch mehr Betriebe in der Region dasselbe Schicksal ereilt, hat Vernocchi ein Rezept auf Lager, das relativ einfach klingt: «Mit Regionalität, Kundennähe und kreativen Ideen kann man die Kundschaft bei der Stange halten.»

Dennoch dürfte es für die Bäckerinnen und Bäcker eine schwere Aufgabe bleiben, sich gegen die Grossbetriebe zu behaupten.

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5 Kommentare

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  • Kommentar von Albrecht Lauener (LebendigeEthik)
    Diese Meldung ist schockierend! Es war im Jahr 1973, als ich die Bäckerei-Keller kennen und schätzen lernen durfte; ein genialer Betrieb... Die aktive Geschäftserweiterung der Bäckerei-Keller in den letzten Jahren beobachtete ich "von ferne"; ihr Standort auch in Niederhasli fand ich genial...; hochstehende Produkte und freundlicher Service... Nun das AUS...?!? Zwischenzeitlich bin ich längst überzeugt, dass sich der Detailhandel selbst zerfleischt; COOP und MIGROS erschreckende Beispiele...
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    1. Antwort von Albrecht Lauener (LebendigeEthik)
      Die Zusatzinformation aus der Presse, dass die Bäckerei-Keller von der Familie Keller einem Investor verkauft wurde, bringt viel Licht in dieses dunkle Kapitel! Investoren sind nicht an Arbeitsplätzen; an spitzen Qualität interessiert, sondern nur, wie sie das Unternehmen aushöhlen und danach in den Konkurs schicken können... Denken wir an die geniale Firma von Charles Vögele; ich erlebte deren Aufbau und der schnelle Niedergang, als Investoren kamen... Das ist die Schande per exzellente!
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  • Kommentar von Jürg Weibel (JJW)
    Wir Konsumentinnen und Konsumenten hätten es in der Hand solidarischer mit dem regionalen Gewerbe zu sein indem wir dieses bei unseren Einkäufen berücksichtigen. Wenn jedoch Preis und Bequemlichkeit unsere wichtigsten Einkaufskriterien sind, dann wird das "Lädelisterben" und der Verlust von regionalen Arbeitsplätzen weitergehen respektive zunehmen.
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  • Kommentar von W. Pip (W. Pip)
    Ich MUSS doch mein Brot beim Grossverteiler kaufen, ich bin doch ein braver Konsumzombie!
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    1. Antwort von Albrecht Lauener (LebendigeEthik)
      Ja liebe(r) W. Pip - Es scheint, dass die "Ablehner" Ihren unterschwelligen Humor eines in diesem Fall berechtigten Zynikers nicht verstanden haben... Es ist in der Tat so; alles schreit, wenn in einem Dorf ein Laden (auch Quartierladen) zugeht, doch genau diese sind es, welche beim Grossverteiler einkaufen und diese unterstützen... Die Personalpolitik bei COOP und MIGROS ist in der Tat mehr als erschrecken, wenn man dessen Personaleinsatzpläne bei den Mitarbeiterinnen sieht.... Eine Schande!
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