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Kein einziger Wahlkreis in Winterthur stimmte einer Traglufthalle zu
Aus Regionaljournal Zürich Schaffhausen vom 20.10.2019.
abspielen. Laufzeit 00:22 Minuten.
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Traglufthalle abgelehnt Winterthur will kein Winterdach fürs Freibad

  • Keine Chance an der Urne: Das grosse Becken des Schwimmbads Geiselweid wird im Winter nicht mit eine Traglufthalle überdeckt.
  • Das Platzproblem für Schwimmer bleibt somit bis auf Weiteres bestehen.
  • Die Stimmbeteiligung lag bei rund 50 Prozent – wohl wegen der gleichzeitig stattfindenden nationalen Wahlen.

Nur rund 12'500 der Winterthurer Stimmberechtigten sprachen sich an der Urne für eine Traglufthalle aus, fast 22'000 lehnten das Projekt ab. Im Vorfeld hatte vor allem der Energieverbrauch der Traglufthalle zu reden gegeben. Kritiker sahen darin eine «Energieschleuder»: Sie argumentierten, die Fernwärme aus der Kehrichtverbrennung sei im Winter zu knapp. Deshalb müsse zusätzlich mit Öl oder Gas geheizt werden.

Zur Vorgeschichte der Traglufthalle

Der Winterthurer Gemeinderat hatte einer Traglufthalle für das Schwimmbad Geiselweid nur sehr knapp zugestimmt. Gegner des Projektes ergriffen daraufhin das Referendum, weshalb die Vorlage vors Volk kam. Bereits 2012 lehnten die Winterthurerinnen und Winterthur ein ähnliches Projekt mit einer beweglichen Hülle ab, das sogenannte «Cabrio-Dach».

Im Vorfeld sprach sich auch der Stadtrat gegen eine Traglufthalle aus, unter anderem wegen der Kosten von über 2 Millionen Franken. Der Stadtrat stellte vor der Abstimmung aber auch klar, dass sich Winterthur ein zweites Hallenbad nicht leisten könne. Das Platzproblem im Schwimmbad Geiselweid bleibt also weiter bestehen.

Für weniger Widerstand sorgten ähnliche Projekte in anderen Städten. In Schaffhausen, Lugano oder Chur gibt es bereits solche Traglufthallen.

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2 Kommentare

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  • Kommentar von P. Acker  (Pacman)
    Kein regelmässiger Gast, weil zuwenig Wasser zu Verfügung steht. Ist die Investition der Infrastruktur (Aussenbereich), welche während 8 Monaten passiv und nicht nutzbar ist (Wetter), auch in die Rentabilitätsrechnung eingeflossen (ROI)? Besonders, da das Becken kürzlich renoviert wurde und es dem selben Renovationszyklus (Kosten) unterliegt, ob genutzt oder nicht. Die Industriestadt Winterthur verpasst wieder eine Chance, sich zur Innovationsstadt zu wandeln und an Attraktivität zu gewinnen.
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    1. Antwort von Mike Steiner  (M. Steiner)
      Tut sie nicht. Erstens -man reflektiere die Wahlergebnisse- ist ein Tragluftdach energetisch ein No Go. Das sollte nun angekommen sein. Zweitens: Noch mehr Attraktivität braucht diese Stadt nicht: das Wachstum hat schon mehr Probleme als Vorteile beschert. Damit muss Schluss sein. Die Befürworter sind nun herzlich eingeladen, ein RICHTIGES Projekt für ein 2. Hallenbad auf den Weg zu bringen.
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