Trotz «Fall Mörgeli»: Bildungsdirektorin wird nicht entmachtet

Einmal mehr beschäftigte der «Fall Mörgeli» die Politik. Der Zürcher Kantonsrat lehnte es ab, dass die Bildungsdirektorin nicht mehr Mitglied im mächtigen Universitätsrat sein soll.

Eingangsportal der Universität Zürich. Bild in Lightbox öffnen.

Bildlegende: Wer hat das Sagen bei der Universität Zürich? Die Bildungsdirektorin soll nicht entmachtet werden. Keystone

Eingereicht wurde der Vorstoss von einem ehemaligen FDP-Kantonsrat. Er war eine Reaktion auf einen umstrittenen TV-Auftritt der früheren Bildungsdirektorin Regine Aeppli (SP). Sie hatte – noch bevor Entscheide gefallen waren – über eine mögliche Entlassung des SVP-Nationalrats Christoph Mörgeli als Kurator des Medizinhistorischen Museums gesprochen.

Es gehe um verantwortungsvolle Unternehmensführung, sagte Cäcilia Hänni (FDP, Zürich): «Wer in einem Unternehmen aufsichtsrechtliche Aufgaben übernimmt, sollte nicht in dessen obersten Führung sitzen.» Die Interessen des Kantons könnten auch nur mit einer beratenden Stimme genügend vertreten werden, betonte die FDP-Kantonsrätin. Unterstützung erhielten die Freisinnigen von den Grünen.

Sogar Mörglis SVP dagegen

FDP und Grüne blieben mit ihren Meinungen aber alleine auf weiter Flur. Der Rat lehnte die Einzelinitiative mit 128 zu 43 Stimmen ab. Sogar die SVP war dagegen. Die Universität sei eine zu grosse Kiste, um keine politische Führung in einer verantwortungsvollen Position zu haben, sagte Rochus Burtscher (Dietikon). Ähnlich argumentierte auch die SP.