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Umstrittener Alarm Flutwarnung Sihl: «Es war kein Alarmismus»

Legende: Video Die «Flutwelle» gab vor allem in den Medien zu reden abspielen. Laufzeit 00:12 Minuten.
Aus News-Clip vom 29.06.2018.

Die Warnungen von «Schutz & Rettung» und der Stadtpolizei Zürich klangen dramatisch: Es sei «mit hohen Wellen» zu rechnen, hiess es am 7. Juni 2018.

Auch Radio SRF musste die Warnung ausstrahlen. Die Polizei räumte die Ufer der Sihl. Vorausgegangen war ein Test im Etzelwerk Einsiedeln mit kontrolliertem Absenken des Sihlsees.

Keine Wellen an der Sihl - hohe Wellen in den Medien

Nach den Warnungen floss etwas mehr und trübes Wasser die Sihl hinunter, die Flutwelle blieb vorerst aus. Den Behörden wurde Aktivismus vorgeworfen. Zu Unrecht, sagt drei Wochen später Dominik Bonderer, Sprecher der Zürcher Baudirektion. Nach dem kontrollierten Absenken des Sihlsees sei der Pegel der Sihl wie berechnet um 70 cm angestiegen. «Der Anstieg kam aber später als prognostiziert.»

Alarmismus sei es deshalb nicht gewesen, sagt Bonderer. «Es gab Leute, die zurück ins Flussbett gingen, als das Wasser gestiegen ist.» Die Polizei habe das Ufer zum zweiten Mal räumen müssen, dieser Einsatz sei absolut berechtigt gewesen.

Es war ein angemessener Einsatz.
Autor: Dominik BondererSprecher Baudirektion Kanton Zürich

Dennoch zieht der Kanton Lehren aus dem Vorfall: Bei einem nächsten Test sollen die Medien vorgängig informiert werden. Auf dass sich die Flut ebendort in Grenzen halte.

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1 Kommentar

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  • Kommentar von Stefan Gieger (StG)
    Anstatt dass die Medien die Chance nutzen um in den Spiegel zu schauen und erkennen auf welche abstruse Art sie ihren „Journalismus“ in der Zwischezeit die meiste Zeit betreiben, werden die Behörden kritisiert. Das Problem an diesem Nachmittag waren aber def. die Medien und ihre Quoten/Clicks fixierten Akteure und nicht die Behörden >schlicht lächerlich, was da abging. Natürlich, verbessern kann man sich immer, aber was „unsere Jungs“‘ leisten, ist grundsätzlich top! >Spez. im int. Vergl.Danke!
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