Ursula Gut äussert sich erstmals zur Lohndebatte bei der BVK

Die Zürcher Finanzdirektorin Ursula Gut (FDP) ist erleichtert. Sie begrüsse es, dass die umstrittene Lohnerhöhung von BVK-Chef Thomas Schönbächler nochmals überprüft wird. Der Chef der kantonalen Pensionskasse hätte ab 2014 fast 50 Prozent mehr verdienen sollen als bisher.

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Bildlegende: Ab 2014 hat Regierungsrätin Gut zum Lohn des BVK-Chefs Thomas Schönbächler eigentlich nichts mehr zu sagen. Keystone

Die Pensionskasse des Kantons Zürich wird ab 2014 als privatrechtliche Stiftung geführt und ist damit selbständig. Die Zürcher Finanzdirektorin Ursula Gut ist damit ab dem neuen Jahr auch nicht mehr die oberste Vorgesetzte des BVK-Chefs Thomas Schönbächler. Trotzdem spürte sie den Druck der politischen Parteien, die den Regierungsrat in einem dringlichen Vorstoss einstimmig dazu aufgefordert haben, beim Stiftungsrat gegen den Lohnentscheid zu intervenieren.

Auf Anfrage des «Regionaljournals Zürich Schaffhausen» äussert sich Ursula Gut nun erstmals zur Affäre.

«  Ich begrüsse es, dass der Stiftungsrat die Sache nochmals anschaut.  »

Ursula Gut
FDP-Finanzdirektorin

Der neu gegründete Stiftungsrat ist nämlich ab 2014 für die Geschäftsführung der Pensionskasse verantwortlich. Als eine der ersten Amtshandlungen hatte das 18-köpfige Gremium entschieden, den Lohn von BVK-Chef Schönbächler markant zu erhöhen, von 260'000 auf 380'000 Franken.

Viel Unmut und Unverständnis

Der Lohnentscheid wurde aber in der vergangenen Woche publik und löste Empörung und Unverständnis aus. Am Sonntag teilte der Stiftungsrat schliesslich mit, er wolle die Lohnerhöhung nochmals überprüfen.