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Verkehrsunfälle mit Tieren Kanton Zürich testet Wildwarnsystem

Immer mehr Hirsche und Rehe sterben bei Kollisionen mit Autos. Blinklichter sollen die Fahrer nun rechtzeitig warnen.

Legende: Audio Intelligente Randleitpfosten können Autofahrer vor Wildtieren warnen. abspielen. Laufzeit 01:33 Minuten.
01:33 min, aus Regionaljournal Zürich Schaffhausen vom 04.03.2019.

Rund 4500 Wildtiere liessen 2017 ihr Leben auf den Strassen des Kantons Zürich. Und weil jedes Jahr rund 10'000 Fahrzeuge mehr verkehren, nimmt die Zahl der Unfälle mit Hirschen, Rehen und anderen Tieren stetig zu. Das ist nicht nur traurig, sondern auch teuer: Die Schäden aus Unfällen mit Wildtieren belaufen sich im Kanton jährlich auf rund sieben Millionen Franken.

Nicht Tiere, sondern Fahrer warnen

Es gab Versuche, Wildtiere möglichst von Strassen fernzuhalten – etwa mit Warntönen, Licht oder Geruchsignalen. Das Problem: Die Tiere gewöhnen sich daran, nach kurzer Zeit wirken die Warnungen also nicht mehr. Der Kanton Zürich testet deshalb nun eine andere Methode: Die Autofahrerinnen und Autofahrer werden vor nahenden Wildtieren gewarnt.

Das Prinzip ist nicht ganz neu: Bewegungssensoren an den Randleitpfosten entlang der Strasse lösen orange Blinklichter aus, wenn sich ein Tier der Strasse nähert. Dies signalisiert den Automobilisten, langsam zu fahren. Ein ähnliches System – mit einer Tempo-Tafel statt mit Blinklichtern – ist seit einem Jahr im Zürcher Stadtquartier Albisrieden erfolgreich in Betrieb.

Zahlreiche Fachstellen beteiligt

Am Versuch sind eine ganze Anzahl von Institutionen beteiligt: die kantonale Fischerei- und Jagdverwaltung, das Tiefbauamt, die Kantonspolizei, die Forschungsgruppe Wildtiermanagement der Zürcher Hochschule für angewandte Wissenschaften, der Verband Jagd Zürich, der Wildnispark Zürich sowie die lokalen Jagdgesellschaften nahe der Teststrecken.

Die vier Zürcher Teststrecken

  • im Sihltal zwischen Sihlwald und Sihlbrugg
  • bei Nürensdorf zwischen Nürensdorf und Breite
  • bei Wil ZH zwischen Hüntwangen und der Grenze
  • bei Truttikon zwischen Truttikon und Schlatt

Die Teststrecken sind jeweils ca. 500 Meter lang. Sie sind mit Schildern gekennzeichnet. Der Test läuft ab 11. März (Sihltal und Nürensdorf) bzw. ab 25. März (Wil ZH und Truttikon) und dauert zwei Jahre.

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1 Kommentar

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  • Kommentar von Christian Fausch (chfausch)
    Der Schutz der Wildtiere fängt beim Verkehrsteilnehmer an. Es müsste allerseits bekannt sein, dass das Wild vornehmlich in der Dämmerung (morgends und abends ! ) über die Strassen wechseln. Das heisst dass besondere Vorsicht geboten ist, das Tempo ist dann anzupassen und die Aufmerksamkeit zu erhöhen, anstatt mit den erlaubten 80 KmH zu fahren ist ein Tempo vo 50 - 60 KmH angesagt. Und bitte nicht überholen !
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