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Vier Schwerverletzte Deutlich mehr Arbeit für die Streetparade-Sanitäter

Legende: Video Die Streetparade ist vorbei – ein Fazit abspielen. Laufzeit 01:10 Minuten.
Aus Tagesschau vom 12.08.2018.
  • An der 27. Streetparade sind in Zürich insgesamt 724 Personen medizinisch behandelt worden. Das ist ein Viertel mehr als im Vorjahr.
  • Ursachen dafür sind laut Schutz und Rettung die heissen Temperaturen und die hohe Besucherzahl.
  • Vier Männer erlitten schwere Verletzungen. Einer bei einem Kopfsprung von der Quaibrücke, ein weiterer bei einem Sturz aus grosser Höhe und zwei bei tätlichen Auseinandersetzungen.
  • Für die Polizei fällt die Bilanz trotz insgesamt rund 100 Verhaftungen unter dem Strich «vorwiegend positiv» aus.

Alkohol, Drogen und Insektenstiche

Am meisten Personen (277) musste Schutz und Rettung wegen übermässigem Alkohol- und/oder Drogenkonsum behandeln; 87 davon wurden zur Ausnüchterung und Überwachung in die Patientensammelstelle gebracht. Diese Zahlen liegt im selben Rahmen wie vergangenes Jahr.

Reines Kokain und hochdosiertes Ecstasy

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Die Jugendberatung Streetwork hat während der Streetparade Rauschmittel von rund 350 Personen getestet. Dabei wurde das allgemeine Bild bestätigt: hoher Kokaingehalt und bei Ecstasy nur noch knapp ein Viertel der Pillen mit «normaler» Dosierung.

  • Ein Drittel der Substanzen wurde als «riskant» eingestuft.
  • Sieben getestete Substanzen waren «hoch riskant», darunter eine Ecstasy-Pille mit einem Wirkstoffgehalt von 270 Milligramm.

Darüber hinaus heben die Fachleute ein Pulver hervor, das neben MDMA auch einen Viagra-Wirkstoff enthalten habe. Bei den Kokain- und Amphetaminproben werden vor allem schädigende Streckmittel und Verunreinigungen als Risikofaktoren betont.

Das Drug Checking in Zürich wird von der Jugendberatung Streetwork betrieben, die dem städtischen Sozialdepartement angegliedert ist. Mit allen Personen, die Substanzen testen lassen, werden obligatorische Beratungsgespräche geführt. Dabei werden riskante Konsummuster sowie die Suchtgefährdung angesprochen.

Aussergewöhnlich hoch waren indes die Zahlen für die Behandlung von Schnittverletzungen (243) und von Insektenstichen (66). Die Schnittverletzungen haben im Vergleich zu 2017 um 67 Prozent zugenommen. Darüber hinaus hat das medizinische Personal Kreislaufprobleme, Prellungen oder Stauchungen, Kopfschmerzen sowie Übelkeit und Augenbrennen wegen Reizstoffen (11) behandelt.

Raufereien unter Betrunkenen und Drogeneinfluss

Angesichts der Zahl von angeblich über einer Million Besuchern beurteilt die Stadtpolizei die Bilanz von 70 Verhaftungen in der Innenstadt als «vorwiegend positiv». In der Nacht sei sie in zahlreichen Einsätzen meist zu Auseinandersetzungen unter Alkohol- oder Drogeneinfluss geeilt, heisst es in einer Mitteilung.

Die Verhaftungen erfolgten wegen Körperverletzung, Diebstahls, Raubs, Sexualdelikten, unerlaubten Waffenbesitzes, Betäubungsmitteldelikten oder Gewalt und Drohung gegen Beamte. Rund die Hälfte der Verhafteten wurde nach der Befragung wieder entlassen.

Auf dem Areal des Hauptbahnhofes wurden zudem 32 Männer durch die Kantonspolizei verhaftet. Dabei ging es mehrheitlich um dieselben Vergehen wie in der Innenstadt. Mindestens 12 der Verhafteten würden der Staatsanwaltschaft zugeführt, heisst es in einer Mitteilung.

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28 Kommentare

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  • Kommentar von Lesek Hottowy (Lhot)
    Und wieder einmal eine Tirade der Stänker, die weder wissen wovon sie reden noch jemals an einer solchen Veranstaltung waren. Ich auf jeden Fall bin beindruckt von der Friedlichkeit, Atmosphäre und Toleranz der 1 Million Menschen, die Riesenspass hatten. Das kann man wahrscheinlich kaum von einigen Kommentatoren hier behaupten.
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  • Kommentar von Mike Steiner (M. Steiner)
    Tolle Bilanz. Jedes Fussballspiel Züri gegen Basel ist dagegen proportional eine Katastrophe!
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  • Kommentar von Urs Dupond (u dupont)
    1 Million Leute gehen tanzen, und gerade mal 2 haben ne üble Schlägerei, KEIN EINZIGER ANDERER Grossanlass ist so friedlich. Jedes Turnfest schneided schlechter ab. Wir können sehr stolz darauf sein, dass wir so eine tolerante und friedliche Gesellschaft haben, dass wir in einem Land leben wo so etwas möglich ist! Danke Züri, es war grossartig!
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