Zum Inhalt springen

Zürich Schaffhausen Vierjährige fahren alleine im Bus zum Kindergarten

Unterwegs wie die Grossen. In Sulzbach müssen die Vierjährigen am Morgen mit dem Linienbus nach Uster in den Kindergarten. «Geht gar nicht», findet ein Vater und hat eine Beschwerde eingereicht.

Kleine Passagiere: Vierjährige müssen mit dem Bus von Sulzbach in den Kindergarten nach Uster.
Legende: Vierjährige reisen allein: Die Kindergärtler von Sulzbach müssen mit dem Bus nach Uster. zvg

Gerade mal 400 Personen leben in Sulzbach, einem kleinen Weiler, der zu Uster gehört. Vor drei Jahren wurden Schule und Kindergarten in Sulzbach geschlossen. Nun müssen die Kinder mit einem Bus zur Schule und zum Kindergarten nach Uster. Nicht mit einem Schulbus, sondern mit dem normalen Linienbus.

Der Vater eines vierjährigen Knaben, der ab dem Sommer in den Kindergarten geht, akzeptiert diese Lösung nicht. «Ich werde eine Beschwerde einreichen», zitierte ihn der «Sonntagsblick».

Usters Schulpräsidentin Patricia Bernet versteht die Aufregung nicht. Diese Lösung sei vor einem Jahr auf Wunsch der Eltern eingeführt worden:

Es gab noch nie Probleme. Schliesslich sind mehrere Kinder miteinander unterwegs, die sich gegenseitig helfen können.

Ausserdem habe die Schule zusammen mit der Polizei die Situation genau analysiert.

Bedenken beim Kanton

Vorbehalte gibt es beim Volksschulamt des Kantons Zürich. «Grundsätzlich erachten wir es als nicht zulässig, dass so kleine Kinder ohne Begleitung öffentliche Verkehrsmittel benützen», sagt Amtschefin Marion Völger dem «Regionaljournal Zürich Schaffhausen». Gerade in ländlichen Gebieten könne es jedoch Ausnahmen geben. Deshalb wolle man den Behörden in Uster in dieser Sache keine Vorschriften machen.

Ob die Kinder also weiterhin alleine mit dem Bus zum Kindergarten fahren, dürfte somit vom Entscheid des Bezirksrats Uster abhängen.

2 Kommentare

Navigation aufklappen Navigation zuklappen

Sie sind angemeldet als Who ? (whoareyou) (abmelden)

Kommentarfunktion deaktiviert

Uns ist es wichtig, Kommentare möglichst schnell zu sichten und freizugeben. Deshalb ist das Kommentieren bei älteren Artikeln und Sendungen nicht mehr möglich.

  • Kommentar von Max Blatter (maxblatter)
    Papa Staat soll es richten; tut er dies nicht, reicht man eine Beschwerde ein - wie einfach! - Niemand wird es den Eltern verbieten, selbst eine Begleitung zu organisieren. Wenn sie dazu zu bequem sind - bitte: dann kann man auf demokratischem Weg einen Vorstoss einreichen, dass die Gemeinde eine Begleitperson stellen soll. Das kostet allerdings; also muss man über die Finanzierung diskutieren. Demokratie ist eben kein Selbstbedienungsladen!
    Ablehnen den Kommentar ablehnen
  • Kommentar von Heidy Rüegg (heidy70)
    In unserem Dorf hat jeden Tag eine andere Erwachsene Person die Kinder in den Kindergarten begleitet!
    Ablehnen den Kommentar ablehnen