Wagneritis an den Zürcher Festspielen

Vier Wochen lang Richard Wagner? Das könnte sehr langweilig werden. Für die Zürcher Festspiel haben die Macherinnen und Macher aber ein Programm entwickelt, das so vielseitig und vielversprechen ist, dass Langeweile garantiert nicht auftritt.

Ein Glashaus, an den Wänden hängen Zeitungsausschnitte. Bild in Lightbox öffnen.

Bildlegende: Ein Treibhaus am See: hier sollen die Informationen zu Wagner wuchern. SRF

200 Jahre alt würde Richard Wagner dieses Jahr, neun Jahre hat er in Zürich gelebt. Das will gefeiert werden. Die Zürcher Festspiele stehen deshalb dieses Jahr unter dem Motto «Treibhaus Wagner».

Wie im Treibhaus soll es an den Festspielen rund um den Komponisten wachsen und wuchern. Da werden die Beziehungen zu Gottfried Keller oder Welti Furrer thematisiert - und sein Antisemitismus.

Und wie immer bei den Zürcher Festspielen arbeiten die Zürcher Kulturhäuser zusammen. Das Kunsthaus zeigt Bühnenbilder, Zeichnungen und Fotos aus 150 Jahren Wagner-Aufführungen. Und im Landesmuseum gibts sogar Kino: einen Film über die Flucht Wagners in die Schweiz im Jahr 1849.

Das Schauspielhaus und das Opernhaus wagen sich an ein gemeinsames Projekt: «Richard Wagner - wie ich Welt wurde». Und das Theater Neumarkt führt «elegante Nichtigkeiten» auf - ein Stück über die Zeit Richard Wagners beim Kunstmäzen Otto Wesendonck, auf dessen Kosten Wagner in Zürich lebte und dem er auch noch die Frau ausspannte.

Sendung zu diesem Artikel