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Weg vom Papier Der Kanton Zürich setzt komplett auf elektronische Rechnungen

Mit der Digitalisierung des Rechnungsverkehrs will der Zürcher Regierungsrat die Umwelt schonen und Kosten einsparen.

Legende: Audio Papierrechnung adé: Der Kanton Zürich verschickt Rechnungen nur noch elektronisch abspielen. Laufzeit 01:13 Minuten.
01:13 min, aus Regionaljournal Zürich Schaffhausen vom 09.01.2019.

Die Möglichkeit, Rechnungen elektronisch zu verschicken, besteht in den Verwaltungen des Kantons Zürich schon lange. Angewandt wurde sie jedoch nur selten. Im Jahr 2017 wurden von rund 314'000 internen und externen Rechnungen 93 Prozent in Papierform abgewickelt. Gemäss Mitteilung der Zürcher Regierung liegt das daran, dass die Verwaltungseinheiten bislang selbst entscheiden konnten, ob und welche Rechnungen sie elektronisch versenden oder empfangen wollten. Damit soll nun aber Schluss sein.

Der Zürcher Regierungsrat verlangt nun von allen Abteilungen der Verwaltung, dass sie konsequent auf elektronische Rechnungen setzen. Ab April 2019 sollen demnach alle internen Rechnungen papierlos abgewickelt werden. Zudem muss die Verwaltung bis Anfang 2020 alle nötigen Vorkehrungen treffen, dass auch externe Rechnungen elektronisch verarbeitet werden können.

Einsparungen und Umweltschutz

Der Zürcher Regierungsrat verfolgt mit diesem Auftrag an die Verwaltungen gleich mehrere Ziele. Die Abwicklung aller Rechnungen soll so umweltfreundlicher und kostengünstiger werden. Papierbeschaffung, Druck, Verpackung, Porto: Die Zürcher Regierung geht davon aus, dass die Kosten pro Rechnung damit um bis zu drei Franken sinken, also in etwa halbiert werden.

Der Kanton Zürich will mit der elektronischen Rechnung seine Digitalstrategie weiterverfolgen. Es ist eines von 28 Projekten, um die Verwaltung fit für die Zukunft zu machen.

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5 Kommentare

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  • Kommentar von Barbara Weber (barbara ius)
    Elektronische Rechnungen? Das fehlt uns gerade noch zu unserem Glück!!! Auch wenn die Rechnungssteller uns weismachen wollen, der elektronische Zahlungsverkehr sei sicher, was ist dann mit den Hackerangriffen, mit denen Hacker selbst in heikle, interne Datennetze hineinkommen? Beispiele: Pentagon, RUAG, Kanton Zürich etc. Zudem, wieso soll ich als Kundin gratis die Arbeit machen, welche bei analogem Zahlungsverkehr das Finanzinstitut bzw. die Post macht?
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  • Kommentar von Jürg Brauchli (Rondra)
    Und wieviele drucken dann zuhause die Rechnungen erst mal aus? Die Kosten trägt einfach der Rechnungsempfänger. Und es soll tatsächlich noch Menschen geben, die kein Internet haben, die bezahlen dann einen Zuschlag für die Papierrechnung und einen gleich nochmal, weil sie auf der Post in Bar einzahlen? Oder wie oder was? Ich kenne Verwaltungen und Ämter, für die Elektronische Dossiers ein Fremdwort ist. Vielleicht mal dort anfangen!
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  • Kommentar von Beat Gurzeler (B.Gurzeler, alias Rollstuhlrocker)
    Ich freue mich schon auf den Bundesgerichtentscheid, da werden einige dies ans Bundesgericht weiterziehen oder es gibt neu eine Volksabstimmung darüber.
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