Wenn der Stadtfuchs über die Terrasse spaziert

Beim Wildhüter der Stadt Zürich klingelt in diesen Tagen das Telefon öfters. Besorgte Bewohner melden Füchse, die in ihren Gärten und auf Terrassen auftauchen oder Spuren hinterlassen. Der Wildhüter rät, ruhig zu bleiben, nicht zu füttern und den Anblick zu geniessen.

Ein drei Wochen alter Rotfuchs, der beim Wildhüter abgegeben wurde. Bild in Lightbox öffnen.

Bildlegende: Ein drei Wochen alter Rotfuchs, der beim Wildhüter abgegeben wurde. ZVG (Grün Stadt Zürich)

Bis zu zehn Anrufe pro Tag erhält der Zürcher Wildhüter Fabian Kern zur Zeit – dreimal mehr als sonst. Die Anrufer beklagen sich zum Beispiel über Fuchskot in ihrem Garten oder rufen um Hilfe, weil sich eine Fuchsfamilie bei ihnen niedergelassen hat.

Auf Nahrungssuche für die Jungen

Es ist nicht aussergewöhnlich, dass zur Zeit mehr Wildtiere in der Stadt Zürich unterwegs sind. Im Frühling bekommen sie Junge und würden für ihren Nachwuchs Nahrung suchen, so Kern. Auch zieht es bei warmen Temperaturen die Menschen wieder ins Freie – es kommt auch deshalb zu mehr Begegnungen mit Wildtieren. Insgesamt sind aber nicht mehr Füchse in der Stadt zu Hause.

Mit geschätzten 1000 Tieren sei der Bestand stabil, so der Wildhüter. Im Umgang mit Wildtieren hat Fabian Kern einen einfachen Rat: «Geniessen sie den Anblick aus Distanz und füttern sie die Tiere nicht».