Wetterglück und nackte Haut am Theaterspektakel

Schon am ersten Abend auf der Zürcher Landiwiese konnte das Publikum wählen zwischen Theater aus Argentinien, Musik aus dem Wallis oder Tanz aus Frankreich. Wer sich für das «Ballet du Nord» entschied, erlebte einen langen, lauten Abend mit viel nackter Haut.

Nackte Männer in einer Choreographie. Bild in Lightbox öffnen.

Bildlegende: Nicht berauschend, aber ohne Kleider: die Choreografie von Olivier Dubois. François Stemmer

Ob jemand über «Tragédie» von Olivier Dubois reden würde, wenn er sein Ensemble nicht nackt tanzen lassen würde? Diese Frage konnte man sich stellen, nach 90 langen, lauten Minuten. Denn «Tragédie» bietet weder eine aufregende Choreografie, noch herausragende Tänzerinnen und Tänzer.

Laut - und langatmig

Der Abend beginnt mit einem lauten Bumm. Die elektronischen Paukenschläge werden 30 Minuten lang in die Köpfe des Publikums hämmern und den immer gleichen Puls für die 18 Tanzenden geben. Diese schreiten einzeln, zu zweit, zu dritt oder in der ganzen Gruppe auf das Publikum zu. Drehen scharf um und kehren wieder hinter den Vorhang zurück - nackt.

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35. Theaterspektakel

Vom 14. bis am 31. August findet auf der Landiwiese das 35. Zürcher Theaterspektakel statt. Weitere Informationen zum Programm finden Sie hier.

«Wenn Sie einen nackten Körper betrachten, betrachten Sie auch sich selbst», sagt der Choreograf Olivier Dubois auf die Frage, warum er seine Tänzerinnen und Tänzer nackt auftreten lässt. Eine Erfahrung soll «Tragédie» für das Publikum sein, nicht einfach ein Tanzstück. In Erinnerung bleibt aber vor allem der Eindruck einer sehr langatmigen, sehr lauten Vorstellung.