Wie die Zürcher Schulen mit dem Ende der Grundstufe umgehen

Jetzt ist klar, wie die Stadtzürcher Schulen, welche die Grundstufe eingeführt haben, den Wechsel zum alten System vollziehen möchten: Die Kinder kommen nach den Sommerferien zuerst ein Jahr in die Grundstufe; nächstes Jahr wechseln sie dann in die zweite Kindergartenklasse.

Grundstufenlehrerin zeigt Kindern Zahlen Bild in Lightbox öffnen.

Bildlegende: Folgen des Neins an der Urne: Ab Mitte 2014 ist in der Stadt Zürich definitiv Schluss mit der Grundstufe. Keystone

Die drei Stadtzürcher Schulkreise, in welchen die Grundstufe bis heute praktiziert wird, trauern diesem «pädagogisch wertvollen» Modell schon jetzt nach. Das Zürcher Stimmvolk hat der Grundstufe - also dem Zusammenschluss von Kindergarten und erster Primarschulklasse - im November 2012 an der Urne eine Abfuhr erteilt.

In den Schulkreisen Limmattal, Schwamendingen und Zürichberg gibt es bis heute 23 Grundstufenklassen. Zwar wechseln diese erst im Sommer 2014 zum alten System zurück. Doch bereits jetzt haben die Verantwortlichen das Ende der Grundstufe eingeleitet.

«Wir sind seit der Abstimmungsniederlage im Gespräch mit der Schulleitung und der Lehrerschaft, um eine gute Lösung zu finden», sagt Hanna Lienhard, Präsidentin des Schulkreises Zürichberg gegenüber von «Regionaljournal Zürich Schaffhausen». Ziel sei es, dass die Kinder vom Wechsel möglichst nichts mitbekommen.

Fast alles bleibt gleich

Alle Schulen mit Grundstufe gehen mit dem Problem gleich um: Die Kinder, welche nach diesen Sommerferien eingeschult werden, kommen zuerst ein Jahr lang in die Grundstufe, dann wechseln sie in die zweite Kindergartenklasse. Eventuell müssen sie dann das Klassenzimmer wechseln. Ansonsten bleibt sich aber alles gleich.

Auch sollen die Bezugspersonen für die Kinder, wenn immer möglich, die gleichen bleiben. Entlassungen von Lehrern können aller Voraussicht nach vermieden werden.