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Zürcher Friedhof Forum Wie lustig darf der Tod denn sein?

«Sterben Sie wohl» heisst eine Ausstellung des Stadtzürcher Friedhof Forums. Sie zeigt die lustigen Seiten des Todes.

Comiczeichnung: Mann wird statt in Sarg in Büropult gelegt
Legende: Der Tod des Bürolisten: Witziges zu einem traurigen Thema. ZVG/PATRICK CHAPATTE

«Ich habe keine Angst vor dem Sterben, ich möchte nur nicht dabei sein, wenn es passiert», sagte einst Woody Allen. Mit dem Lebensende gehen Menschen unterschiedlich um: Die Palette reicht vom Verdrängen bis zum Planen des eigenen Todestermins. Geredet wird über das Thema meist nur ernst und leise.

Witzbilder zum Tabuthema

Über den Tod zu lachen traut sich kaum jemand. Viele Cartoons und Illustrationen tun aber gerade das. Das Friedhof Forum der Stadt Zürich auf dem Friedhof Sihlfeld hat bekannte und weniger bekannte Künstlerinnen und Illustratoren eingeladen, sich frei von Dogmen, falschem Respekt und Schwulst mit dem Thema Lebensende auseinanderzusetzen. Vertreten sind unter anderem Patrick Chapatte, Andy Fischli und Ruedi Widmer. Zu sehen sind gut 80 Zeichnungen und Bilder, welche den Tod nicht nur von seiner traurigen, sondern auch von seiner lustigen Seite zeigen.

Man kann eigentlich nicht gewinnen. Am Ende stirbt man immer.
Autor: Rafael BeckKünstler im Kollektiv Seico

Das junge Künstlerkollektiv Seico hat für die Ausstellung ein Computerspiel entwickelt, in welchem man dem Fegefeuer zu entkommen versucht, am Ende aber immer stirbt. Sowohl die Ausstellungsmacher als auch die Künstlerinnen und Künstler waren sich bei ihrer Arbeit bewusst, dass der Grat zwischen Humor und Pietätlosigkeit ein schmaler ist. «Unsere grösste Herausforderung war es, trauernde Menschen nicht vor den Kopf zu stossen», sagt Künstler Andreas Lori.

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2 Kommentare

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  • Kommentar von Nicolas Dudle (Nicolas Dudle)
    Don't take life too seriously. Nobody gets out alive anyway.
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  • Kommentar von Nicolas Dudle (Nicolas Dudle)
    Gut, wenn die Kunst einen lockereren Umgang mit dem Tod anzustossen vermag. Schade nur, dass Kunstaktionen nur eine kleine Bevölkerungsschicht erreichen. - Wichtig ist es m.E. auch, das Paradoxon zwischen Religion und unseren Reaktionen aufzuzeigen. Obwohl die monotheistischen Religionen von "Erlösung" und "Paradies" schwafeln, vergiessen wir Tränen anstatt uns für den "erlösten Paradiesgänger" zu freuen. - Mein Abschied wird jedenfalls an einer Grillparty mit Ska- und Happy-Sound gefeiert!
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