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Zürich Schaffhausen Wiener Urteil im Fall «Puber» beschäftigt auch die Zürcher Justiz

14 Monate Gefängnis, davon 10 Monate bedingt. So lautet das Urteil des Wiener Landgerichts im Fall des Zürcher Sprayers «Puber». Das Urteil könnte auch die laufenden Ermittlungen in Zürich beeinflussen. Denn auch in Zürich soll der Sprayer für zahlreiche Graffiti verantwortlich sein.

Zürcher Sprayer «Puber» flankiert von österreichischen Polizeibeamten
Legende: Da «Puber» seit März in Untersuchungshaft gesessen hatte, war er nach der Urteilsverkündung ein freier Mann. Keystone

Angeklagt war der 30-jährige Schweizer wegen schwerer Sachbeschädigung in 232 Fällen. Schuldig gesprochen wurde er vom Wiener Landgericht in über 100 Fällen.

Wiener Urteil wird in Zürich geprüft

Das Gericht verurteilte den Angeklagten zu 14 Monaten, 10 davon bedingt. Weil er diese Zeit bereits in der Untersuchungshaft abgesessen hatte, erhielt «Puber» noch im Gerichtssaal die Papiere für seine Freilassung.

Das Wiener Urteil will der Zürcher Staatsanwalt Martin Bürgisser nicht kommentieren. Man werde es anfordern, studieren und dann über das weitere Vorgehen entscheiden. «Wir müssen zumindest prüfen, ob das Urteil einen Einfluss hat auf die Beurteilung der Taten hierzulande», erklärt Bürgisser.

Wie die Justiz vorgeht, sollte «Puber» in die Schweiz einreisen, will Bürgisser nicht sagen. Bis das schriftliche Urteil aus Wien vorliegt, dürfte es einige Wochen dauern.

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6 Kommentare

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  • Kommentar von alberto abrell, Basel
    Wieso so viel Publizität in den Medien für ein noch Pubertierender 31 jährigen Fassaden verschmierer der sich Puber nennt? Wollen die Medien aus einen ideenlose verschmierer ein Künstler à la Bansky machen? Die erhaltene Strafe ist zu mild, er sollte für diese Zeit zur Reinigung der Stadt und Beseitigung von Unrat und Littering verdonnert werden. Puber nennt sich ein Anti-Held. Seit wann sind Fassaden verschmierer Helden?
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  • Kommentar von Martin Mehr, Kirchberg
    Es ist wirklich nicht förderlich für die gute Beziehung zu Wien. Sollte jetzt jeder Schweizer automatisch ein Sprayer sein. Weshalb machen wir nicht ein Angebot und helfen die Graffiti zu entfernen.Wie heisst es in der Diplomatie: ein Zeichen des Guten Willen. Die Ombau wäre dabei.
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  • Kommentar von Kurt E. Müller, Zürich
    Bravo! Als Hausbesitzer jubelt mir das Herz. Solche Schmierfinken gehören wirklich ein paar Monate unbedingt eingesperrt. Dann kommen sie vielleicht zur Besinnung und fragen sich endlich mal, woher sie sich das Recht nehmen, das Eigentum anderer Menschen, die ihnen nichts getan haben, einfach zu beschädigen
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