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Zürich Schaffhausen Wird Winterthurs Sparübung zum Nullsummenspiel?

100'000 Franken muss die Stadt Winterthur einsparen, indem Grünabfall und Karton weniger oft abgeholt werden als bisher. Allerdings dürfte es schwierig werden, diese Sparübung überhaupt umzusetzen.

Legende: Audio Schwierige Sparübung beim Abfall (18.12.2013) abspielen. Laufzeit 01:37 Minuten.
01:37 min, aus Regi ZH SH vom 18.12.2013.

So schnell werde sich am jetzigen Rhythmus der Grünabfall- und Karton-Entsorgung nichts ändern. Dies sagt Jürg Stünzi, Leiter Entsorgung bei der Stadt Winterthur, gegenüber dem «Regionaljournal Zürich Schaffhausen»: «Diese Abfalltouren sind in Verordnungen und Ausführungsbestimmungen festgelegt. Diese müssten erst rechtskräftig geändert und publiziert werden. Das geht aber nicht von heute auf morgen.»

Gebührensenkung gefordert

Die Winterthurerinnen und Winterthurer bezahlen derzeit 80 Franken extra im Jahr, damit sie ihr Grün- und Recyclinggut entsorgen lassen können. Dass es für diese Gebühr nun weniger Leistung geben soll, hat bei der Bevölkerung bereits zu Protest geführt. Gemäss Stünzi sind bei Entsorgung Winterthur schon diverse Mails eingegangen: «Die Leute fordern, dass in dem Fall auch die Gebühren gesenkt werden. Und da müssen wir ihnen grundsätzlich beipflichten.»

Gut möglich also, dass die Stadt Winterthur nicht nur die Abfalltouren anpassen muss, sondern auch die Gebühren. Dann wäre mit der Massnahme kein einziger Rappen gespart.

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3 Kommentare

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  • Kommentar von Peter Meier, Winterthur
    Mein Vorschlag wäre für jeden Aufgabenbereich die Kernaufgaben mit samt Kosten zu bestimmen, an denen nicht gerüttelt wird. Dann wird ein flexibles Budget auf weitere Bereiche verteilt um ein Optimum an Lebensqualität zu erreichen. Gibt es einmalige Extraposten kann man diese wahlweise durch teile das flexible Budget oder einer einmaligen Zulage verrechnen. Das sollten selbst Winterthurer auf die Reihe bekommen.
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  • Kommentar von Peter Meier, Winterthur
    Bei dieser Budgetplanung wird man allerdings das Gefühl nicht los, dass Misswirtschaft vertuscht werden soll. Wie kann es sein, dass trotz Gehaltskürzungen bei Staatsangestellten und ohne grosse öffentliche Neubauten angeblich derart hohe Kosten zu verzeichnen sind? Mir sträuben sich die Nackenhaare, aber nicht wegen der hohen Kosten sondern wegen der Intransparenz.
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  • Kommentar von Peter Meier, Wintertur
    Winterthur hat offenbar weniger ein Geld als ein Kommunikationsproblem. Das zeichnet sich folgendermassen aus: Die Aufgaben der öffentlichen Hand sind seit Jahrzehnten in etwa die selben. Die Bevölkerung von Winterthur ist in den letzten 10 Jahren um etwa 10% gestiegen. Daraus ergeben sich natürlich ein paar Umstrukturierungsaufgaben. Auf der anderen Seite gibt dies aber auch in etwa 10% mehr Einnahmen. Kurz, Aufgaben und Budget entspricht seit Jahren etwa dem Gleichen Nieveau.
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