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Wie hart trifft die schneelose Saison die kleinen Skigebiete?
Aus Regionaljournal Zürich Schaffhausen vom 18.02.2020.
abspielen. Laufzeit 05:19 Minuten.
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Zürcher Skilifte stehen still Weitermachen trotz Schneemangel

Das milde Wetter setzt den Skigebieten im Zürcher Oberland zu. Doch die Liftbetreiber geben nicht auf.

Schneebedeckte Hänge mit präparierten Pisten? Fehlanzeige im Zürcher Oberland. Es spriessen bereits Blumen auf den Wiesen in den Skigebieten Fischenthal und Ghöch. Die Skilifte stehen still. Nicht einen Skifahrer, nicht eine Snowboarderin haben sie diese Saison befördert.

Skilift Ghöch – Reserven angreifen

Im Ghöch nahe Bäretswil hat Ernst Steiger die Hoffnung aufgegeben, dass der Skibetrieb kurz vor Saisonende noch Fahrt aufnimmt. Als Präsident des Vereins Skilift Ghöch zeigt er auf die Piste, eine Grasfläche mit kleinen Schneeresten. «Es tut mir weh, was ich sehe», sagt Steiger. Die anderen Vereinsmitglieder seien ebenso niedergeschlagen, weil sie heuer noch nie am Skilift arbeiten konnten.

Ein weiteres Problem ist, dass der Verein Skilift Ghöch nichts eingenommen hat und nun auf seine finanziellen Reserven zurückgreifen muss. Damit liessen sich maximal drei schlechte Winter überbrücken. Fehlt der Schnee auch zukünftig, wird es kritisch: «Wenn wir die Reserven aufgebraucht haben, müssen wir schauen, wie es weitergeht», sagt Ernst Steiger.

Wir stellen nächste Saison wieder die ganze Infrastruktur auf.
Autor: Ernst SteigerPräsident des Vereins Skilift Ghöch

Ein einzelner schlechter Winter zwingt das Team auf dem Ghöch aber nicht zum Aufhören. «Wir stellen nächste Saison wieder die ganze Infrastruktur auf. Dabei hoffen wir, dass es Schnee hat und wir uns ins Vergnügen stürzen können», so Steiger.

Skilift Fischenthal – Überlebenskampf und Hobby

Einige Kilometer entfernt vom Ghöch betreibt Martin Schoch im Fischenthal zwei Skilifte. Der Inhaber und Betriebsleiter hat bereits mehrere wechselhafte Winter erlebt. «Es ist jedes Jahr ein kleiner Überlebenskampf», so Schoch. «Aber wer mit dem Skilift nur Geld verdienen will, muss damit aufhören.»

Martin Schoch investiert jährlich rund vierhundert Arbeitsstunden in den Skilift. Sein Ansporn ist unter anderem die eigene Familiengeschichte: Als Kind lernte er einst selbst im Fischenthal Skifahren. Die Freude am Wintersport will er den Kindern weitergeben. «Anfangs Saison fahren sie mit dem Mami noch beim kleinen Ponylift. Ende Saison können sie alleine auf den grossen Lift. Das treibt mich an», sagt Schoch. Damit trotzt er dem schneelosen Winter und hofft darauf, dass es nächste Saison wieder schneebedeckte Hänge gibt.

Regionaljournal Zürich Schaffhausen; 17.30 Uhr; hofn; fulu

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