Es ist eine neue Variante, mit welcher Internetbetrüger nun die Kunden der Post ins Visier nehmen. Mit der so genannten Phishing-Methode kommen sie an die Passwörter der Benutzerkonten und bestellen damit dann Waren in Onlineshops.
Wie die Kantonspolizei Zürich mitteilt, sind im Kanton Zürich bereits hunderte Fälle dieser neuen Masche bekannt geworden. In hunderten Fällen bestellten die Betrüger also in Onlineshops Waren gegen Rechnung. Sobald die Versandbestätigung der Post eintrifft, leiten die Betrüger das Paket an eine andere Adresse um – oft an eine Hoteladresse im Ausland. Während das Paket zu den Betrügern geht, erhält der betroffene Kunde die Rechnung.
Neue Konto-Zugangsdaten für Betroffene
Die Schweizerische Post weiss von der neuen Masche der Betrüger und hat reagiert. Wie es in er schriftlichen Stellungnahme heisst, könne die Post Phishing-Mails an ihre Kunden nicht verhindern. Aber man informiere Kundinnen und Kunden über solche Vorfälle im Kundencenter. Bei betroffenen Kunden will die Post so rasch wie möglich das Benutzerkonto so lange sperren, bis er es mit neuen Zugangsdaten wieder entsperrt.
Seit letztem Monat hat die Post noch zusätzliche Massnahmen getroffen. So hat sie das Weiterleiten von Sendungen an die Abholstationen «PickPost» und «My Post 24» in den Benutzerkonten der Postkunden temporär deaktiviert. Die Post wolle so zur Prävention gegen betrügerische Umleitungen beitragen.