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Steuersegen für Genfer Dorf
Aus Tagesschau vom 28.02.2015.
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Schweiz 120 Millionen zu viel im Steuerkässeli

Die kleine Genfer Goldküstengemeinde Anières feiert dieser Tage Ostern und Weihnachten zusammen: Sie kam überraschend zu Steuereinnahmen in Millionenhöhe.

Die 2500 Bewohner von Anières können es nicht fassen: Die Steuerabrechnung der Genfer Goldküstengemeinde weist einen Überschuss von 120 Millionen Franken auf. «Zuerst dachte ich natürlich, das sei ein Fehler», sagt Gemeindepräsident Patrick Ascheri gegenüber SRF.

Anières arbeitet normalerweise mit einem Budget von 10 Millionen Franken und habe keine Schulden und manchmal einige unerwartete Steuereinnahmen, «aber nie das zwölffache des Budgets», sagt Ascheri der Tageszeitung «Tribune de Genève». Er sei vor über dreissig Jahren gewählt worden und habe noch nie von so etwas in Genf gehört.

Nicht nur Anières kann profitieren

Wer das Geld überwiesen hat und warum, ist nicht bekannt. In Anières wohnen zwar über zehn Milliardäre, aber das Steuergeheimnis verpflichtet. Ascheri vermutet, dass es aus der Übertragung eines Vermögens von mehreren Milliarden Franken in seine Gemeinde kommen könnte.

Von dem Steuergeschenk kann aber nicht nur Anières profitieren. Der Transfer dürfte laut der TDG auch dem Kanton Genf schätzungsweise 400 Millionen Franken und dem Bund mehrere Millionen einbringen. Und Dank dem Lastenausgleich zwischen reicheren und weniger reichen Gemeinden, dürften auch andere Genfer Orte von dem unerwarteten Steuergewinn profitieren.

Mit dem Rest möchte Gemeindepräsident Ascheri Wohnungen bauen, ohne fremdes Geld aufzunehmen. Zudem könnte ein Fonds geäufnet werden, um die Zukunft der Gemeinde zu sichern, meinte er am Telefon.

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8 Kommentare

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  • Kommentar von Tom Duran , Basel
    Vielleicht wurde in dieser Gemeinde schlicht vernünftig mit dem zur Verfügung stehenden Geld umgegangen. Etwas, dass weder Bern noch andere Gemeinden schaffen. Da wird einfach blind ein Budget erstellt und aufgebraucht. Krise? Scheissegal. Wir bauen drei weitere Kreisel (die dann mehr Stau verursachen als zuvor) und klatschen rostige "Kunst" für ein paar Millionen rein! Wer so denkt -und das tut offensichtlich die Mehrheit- muss sich nicht wundern wenn rote Zahlen folgen.
  • Kommentar von W.Ineichen , Luzern
    Mit dem vielen Geld liessen sich Asylheime bauen.
    1. Antwort von u.felber , luzern
      ja genau, gleich wieder alles aus dem Fenster werfen. Da finde ich den Fonds schon besser!
  • Kommentar von Andy Perrin , Haltingen
    Mich wundert eher, dass eine Gemeinde, in der über 10 Milliardäre wohnen, nicht regelmässig Steuereinnahmen von über 100 Mio hat. Dies entspräche einem Vermögenssteuersatz von weniger als einem Promille! Und da sind noch keine Einkommensteuer berücksichtigt. Solche Geschichten hören wir doch üblicherweise von gewissen griechischen Inseln.....