125 Millionen für kreuzungsfreien Bahnverkehr

Im Rahmen der zukünftigen Entwicklung der Bahninfrastruktur hat der Bundesrat eine weitere Tranche für Infrastrukturmassnahmen für die Umsetzung freigegeben. Von den insgesamt 170 Millionen Franken fliessen 125 Millionen in die Entflechtung des Streckenabschnitts Wylerfeld bei Bern.

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Bildlegende: Ab 2022 rollt der Schienenverkehr im Osten des Bahnhofs Bern kreuzungsfrei. Keystone

Das Nadelöhr im Osten des Bahnhofs Bern soll beseitigt werden. Fast 900 Züge verkehren auf dem Streckenabschnitt Wylerfeld täglich, teilweise überschneiden sich ihre Fahrwege. Das soll nun behoben werden.

Das Bauwerk im Osten des Bahnhofs dient dazu, sogenannte Abkreuzungskonflikte zwischen den Zügen Biel/Olten – Bern sowie Thun/Langnau – Bern zu beseitigen. Abkreuzungskonflikte entstehen, wenn ein Zug bei einer Verzweigung das Gleis aus der Gegenrichtung überqueren muss, ähnlich wie beim Linksabbiegen im Strassenverkehr. Dadurch sinkt die Kapazität der Strecke.

Das Investitionspaket der «Zukünftigen Entwicklung der Bahninfrastruktur» (ZEB) zwischen Bund und SBB umfasst ausserdem Beiträge an die neue Personenunterführung Nord in Winterthur sowie kleineren Massnahmen in den Kantonen Jura, Neuenburg und Schwyz.

ZEB ist das Nachfolgeprojekt von Bahn 2000. Das Parlament hat dafür 2008 insgesamt 5,4 Milliarden Franken genehmigt. Mit der fünften Vereinbarung sind davon gut 2 Milliarden Franken für konkrete Projekte freigegeben.