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32 Verzeigungen wegen verbotenen Stehrollern in der Stadt Zürich
Aus Espresso vom 19.12.2016.
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Schweiz 32 Verzeigungen wegen verbotenen Stehrollern in der Stadt Zürich

In Weihnachtskatalogen werden sie als Fahrzeug für den Arbeitsweg gepriesen: Elektrische Roller wie Airwheel, Smart Wheel oder Monowheel. Aber: Man darf sie auf Strasse und Trottoir gar nicht benutzen! In Zürich wurden deshalb schon 32 Personen verzeigt. Andere Kantone führen keine Statistik.

Viele Sport-, Spielwaren- und Elektronik-Geschäfte nehmen es nicht so genau: In der Werbung für elektrische Trendfahrzeuge wird unterschlagen oder höchstens beiläufig erwähnt, dass diese auf öffentlichen Verkehrsflächen verboten sind. Dabei kann man deshalb verzeigt werden:

  • Die Stadtpolizei Zürich bestätigt gegenüber dem Konsumentenmagazin «Espresso» von Radio SRF 1: Im Jahr 2016 wurden bis jetzt 32 Trendfahrzeug-Benutzer verzeigt.
  • Auch in Schaffhausen gab es bereits eine Verzeigung.
  • Die meisten Polizeikorps führen zu Verzeigungen von Trendfahrzeug-Fahrern keine spezielle Statistik.
  • Im Kanton St. Gallen werden die Fahrer von Polizisten zuerst ermahnt und erst im Wiederholungsfall verzeigt.

Man sollte sich daher gut überlegen, ob es sich lohnt auf Weihnachten solche Trendfahrzeuge zu verschenken.

Nur auf abgesperrten Arealen erlaubt

«Abgesperrtes Areal darf keine öffentliche Verkehrsfläche sein. Als öffentliche Strassen gelten Verkehrsflächen, welche nicht ausschliesslich privatem Gebrauch dienen. Das heisst, sobald die Verkehrsflächen für verschiedene Personen frei zugänglich (nicht eingezäunt) sind, gelten diese als öffentliche Verkehrsflächen.» (Quelle: Merkblatt Trendfahrzeuge, Stadtpolizei Zürich, Januar 2016)

«Wichtig ist in diesem Zusammenhang zu wissen, dass der öffentliche Verkehrsraum im Strassenverkehrsrecht sehr eng auszulegen ist und nichts mit dem Besitz der Verkehrsfläche zu tun hat. Es geht darum, ob praktisch jedermann die Fläche befahren könnte. Ein Fahrverbot genügt nicht.»(Quelle: Luzerner Polizei).

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23 Kommentare

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  • Kommentar von Rainer Fauser  (Rainer Fauser)
    Dieses, geehrte Leser, ist wiedermal eine Ausgeburt einer wohlstandsverwahrlosten, sowohl bewegungs- als auch denkfaulen Konsumgesellschaft. Kein Wunder bei einer solchen Entgleisung von ebenso verirrten Politikern umgeben zu sein. Hauptsache Wirtschaftswachstum. Geht es nicht bescheidener besser?
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    1. Antwort von Lucas Kunz  (L'art pour l'art)
      Die Dinger sind ebenso nutzlos wie irgend ein BMW, Audi oder sonst ein kapitalistisches Konsumprodukt. Die Jugendlichen, die auf solchen Geräten fahren, sind meist wesentlich sportiver und beweglicher, als so manche andere Zeitgenossen.
  • Kommentar von Othmar Baumann  (BaumannO)
    Ich bin 73 Jahre alt und würde so gerne mit einem Stehroller im Dorf einkaufen oder zur Post fahren. Das wäre eine wunderbare Gleichgewichtsübung. Ich sehe darin keine grössere Gefährdung als wenn ich mit dem viel schnelleren Velo unterwegs bin. Wandern kann ich genug in der angrenzenden Hügelwelt; dazu brauche ich nicht die Dorfstrasse (ohne Trottoir). - Als nächstens wird wohl noch das Joggen auf Trottoirs untersagt. - Solche unnötigen Verbote bedürfen einer Volksabstimmung !!!
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    1. Antwort von Beppie Hermann  (Eine rechte Grüne)
      Was hindert Sie daran, einen typengeprüften Stehroller zu kaufen, eine Töfflinummer einzulösen und auf der Strasse zu fahren? Siehe Kästchen oben "Merkblatt der Stadtpolizei ZH zu Elektro Stehroller. Immerhin beschleunigen solche Fahrzeuge bis 30 kmh. Unvorstellbar bspw unter den Lauben, wenn da zwischen den Fussgängern auch noch solche Roller herumdüsen würden.
  • Kommentar von Thomas Käppeli  (thkaepp)
    Dieser Stein des Anstosses erinnert an ein Treffen der Stadtväter von Hong Kong und Singapur 1997. Neben vielen Gemeinsamkeiten beider Orte, betonte der Stadtpräsident von Hong Kong den grundlegenden Wettbewerbsvorteil seiner Stadt: „In Hong Kong ist alles erlaubt, was nicht ausdrücklich verboten ist. In Singapur alles verboten, was nicht ausdrücklich erlaubt ist.“ Unter der heutigen Fuchtel Pekings, wohl Vergangenheit. Tönt vertraut? Politik und Gesetzgebung hinken der Realität immer nach ;-)
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