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Schweiz 50 gewaltbereite Muslime in der Schweiz

Auch in der Schweiz gibt es gewaltbereite Muslime. Eine neue ETH-Studie beziffert die Anzahl dieser «Heiligen Krieger» mit rund 50 Personen. Weitere rund 1000 Personen in der Schweiz sympathisieren mit islamistischen Terrorgruppen.

Das Tummelfeld der radikalen Muslime ist das Internet, wie Politikwissenschaftler Lorenzo Vidino von der ETH Zürich sagt. Es sei nicht schwierig, im Netz Schweizer Muslime zu finden, die ein Video von al-Kaida hochladen, sich flammend über die Tötung von Ungläubigen auslassen oder auf Facebook als heilige Krieger posieren. Notabene mit einem Schweizer Sturmgewehr in der Hand.

50 gewaltbereite Islamisten in der Schweiz

Der Wissenschaftler der ETH-Forschungsstelle für Sicherheitspolitik hat über Monate das Internet durchsucht, Leute besucht und Interviews geführt. Er kommt zum Schluss, dass tatsächlich eine radikale islamistische Szene in der Schweiz den «Heiligen Krieg» gegen die Ungläubigen unterstützt. Doch diese Szene ist klein. Vidino spricht von rund 50 aktiven und gewaltbereiten Personen. Diese seien teilweise auch schon nach Somalia, in den Jemen oder nach Pakistan gereist.

Daneben gebe es eine grössere Gruppe von über 1000 Personen in der Schweiz, die mit Terrorgruppen wie al-Kaida sympathisieren – und sich im Internet positiv über den «Heiligen Krieg» äussere. Doch aktiv sind die Islamisten nicht nur im Internet. Es gebe auch Zusammenkünfte in der realen Welt, vor allem in Gebetsräumen, sagt Vidino. Solche Treffen kleiner Gruppen gebe es in der ganzen Schweiz.

Behörden bleiben wachsam

Verglichen mit ähnlich grossen Ländern wie Belgien oder Dänemark ist die Schweizer Islamisten-Szene jedoch klein, stellt Vidino fest. Unter anderem weil die Schweiz mit ihrer neutralen Aussenpolitik den Zorn der Muslime weniger auf sich ziehe.

Dennoch: Es leben mehr als 1000 radikale Muslime in der Schweiz, die keinen Hehl aus ihrer Sympathie für die Terrororganisation al-Kaida machen. Muss sich die Schweizer Bevölkerung deshalb Sorgen machen? «Nein», lautet die Antwort des Politologen. Angst müsse man keine haben – aber wachsam sein müsse man schon, sagt er.

Dies sei auch der Fall in der Schweiz: Aus Gesprächen mit den Behörden wisse er, dass gefährliche Islamisten hierzulande überwacht würden.

36 Kommentare

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  • Kommentar von Mike Brunner, Lachen
    Vielleicht sollte man auch mal etwas mehr die Realität ansehen resp. die realen Gefahren. Wieviele Straftäter (Vergewaltiger, Kinderschänder, Betrüger etc. nicht potentielle sondern reale, nicht verurteilte) laufen hier frei herum? Sicher ist Prävention und Wachsamkeit gut, aber mir sind zumindest bisher keine Fälle bekannt, wo Islamisten hier etwas verbrochen haben, ausser vielleicht ihre abstruse Gesinnung kundzutun in irgendwelchen Foren.
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  • Kommentar von Mike Brunner, Lachen
    Es gibt bestimmt auch 1000 Nazis oder 1000 linksextreme Marxisten etc., die genauso gefährlich oder ungefährlich sind fürs Land. Wahnsinnige mit extremen Ansichten gibts überall und gabs schon immer, bloss findet man ihre Gesinnungen heute leichter dank Internet und entsprechender Foren. Vielleicht sollte man mal hier ansetzen und diese Verbreitungskanäle verbieten/bekämpfen, denn viele glauben heute alles, was irgendwo schwarz auf weiss steht! Papier und heute der Bildschirm nehmen alles an.
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    1. Antwort von Björn Christen, Bern
      @Brunner - ich möchte wissen, wann und wo Nazis oder Marxisten in der Schweiz zum heiligen Krieg aufgerufen haben, Flugzeuge in Wolkenkratzer fliegen, Züge und Busse in die Luft sprengen, Menschen vor laufender Kamera den Kopf abschneiden und dabei "Hitler ist gross!" bzw. "Marx/Lenin/Stalin ist gross!" brüllen, etc. Islamisten bzw. Dschihadisten ist ein ganz anderes Level von Extremismus als wir das von unseren Spinnern kennen. Verbreitungskanäle sperren geht im Internet-Zeitalter nicht mehr.
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  • Kommentar von W. Helfer, Zürich
    Man sollte auch den Dschihad der Islamisten nicht nur mit Kriegswaffen sehen. Die Geburtenrate ist auch eine Waffe um an die Macht zu kommen. Das sollte man nicht unterschätzen.
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    1. Antwort von Benito Boari, Manila
      Mehr Stress am Arbeitsplatz fuer SVP-nahe Hebammen?
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    2. Antwort von W. Helfer, Zürich
      Ich stelle immer wieder fest, dass die SVP-Hasser genau DAS tun, was sie ständig der SVP vorwerfen. Offensichtlich bemerken sie es nicht einmal und finden es vermutlich noch hochstehend.
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