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Homosexuelle und Kinder Ab 2018 wird die Stiefkindadoption möglich

Paar mit Kind und Hund
Legende: Das Mindestalter adoptionswilliger Personen bei der gemeinschaftlichen Adoption wird von 35 auf 28 Jahre gesenkt. Keystone

Das revidierte Adoptionsrecht tritt auf den 1. Januar 2018 in Kraft. Die Möglichkeit der Stiefkindadoption steht künftig auch Paaren in einer eingetragenen Partnerschaft oder in verschieden- und gleichgeschlechtlichen Lebensgemeinschaften offen. Nach geltendem Recht können nur verheiratete Personen das Kind ihrer Partnerin oder ihres Partners adoptieren.

Auf diese Weise würden Ungleichbehandlungen beseitigt, teilte das Bundesamt für Justiz mit. Die Beziehung zwischen dem Kind und dem Stiefelternteil werde rechtlich abgesichert. Das Paar könne das Stiefkind vollständig in seine Familie integrieren und Vorkehrungen bei einem allfälligen Tod des leiblichen Elternteils treffen.

Gemeinschaftliche Adoption bleibt verboten

Die gemeinschaftliche Adoption fremder Kinder bleibt gleichgeschlechtlichen Paaren und Paaren in einer faktischen Lebensgemeinschaft dagegen weiterhin nicht erlaubt.

Mit dem Inkrafttreten der revidierten Bestimmungen werden auch die allgemeinen Adoptionsvoraussetzungen flexibilisiert. Künftig kann von diesen abgewichen werden, wenn dies im Interesse des Kindes ist.

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27 Kommentare

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  • Kommentar von E. Waeden (E. W.)
    Ende der 1970-iger Jahre wurden uneheliche Kinder ehelichen gleichgestellt. Heisst, sie waren ab da erbberechtigt wie eheliche Kinder. Da wo ein Partner Kinder aus einer früheren Beziehung in die neue Beziehung bringt, waren bisher die Kinder beim "neuen" Vater nicht erbberechtigt. Mit einer Adoption sind sie es.
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  • Kommentar von Peter Singer (P.S.)
    Die Gleichberechtigung wird kommen, da können die weltfremden Politiker noch so lange rumheulen. Das Schweizer Volk will, dass die Ungleichbehandlung gleichgeschlechtlicher Paare aufhört.
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    1. Antwort von E. Waeden (E. W.)
      Das Adoptionsrecht bezieht sich ja nicht nur auf gleichgeschlechtliche Paare, sondern auch auf Heteros, welche nicht verheiratet sind & Kinder in eine neue Beziehung bringen. Man sollte jetzt daraus nicht wieder eine Geschichte um Schwule & Lesben machen. Aber gut, das Bild mit zwei Männern ist irritierend, weil eher selten Kinder bei einer Scheidung Vätern zugesprochen werden, wo dann der Lebenspartner diese adoptieren könnte. Da bräuchte es dann immer noch die Zustimmung der Mutter.
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  • Kommentar von Olaf Schulenburg (freier Schweizer)
    Was ist wohl normaler? Kind eines gleichgeschlechtlichen Paares oder Kind eines Alkohlikers zu sein, Vater oder Mutter? Geschlagen, psychisch und physisch misshandelt? Was schätzen Sie, wie viele solche "normalen" Eltern gibt es im Land? Apropos Spassgesellschaft? Was denken Sie, wieviele heterosexuelle Eltern haben heute ein Kind um des Kindes Willen? Da wäre ich mehr als vorsichtig in der Schätzung.
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    1. Antwort von Rolf Künzi (Unbestimmt)
      Ah Homopaare trinken also kein Alkahol? Leider gibt es immer den Gebrauch und den Missbrauch von Gesetzen. Wie wäre es wenn man einmal Hetroeltern etwas besser stellt in der Gesellschaft? Na ja selbstverständlich muss es Gerecht zu und her gehen aber das ist leicht gesagt und schwer getan.
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    2. Antwort von Hanspeter Müller (HPMüller)
      @ Künzi: In wie fern wollen Sie hetero-Eltern besser stellen und vorallem gegenüber wem? Ich finde nicht, dsss man eine Bevölkerungsgruppe einer anderen vorziehen sollte in diesem Land. Wie auch immer Sie das wenden entstehen dann neue Ungerechtigkeiten. Es gibt Eltern, die wollten gar keine Kinder, es gibt Kinderlose Paare, die hätten sehr gerne Kinder, es gibt Singles, die hätten gerne Partner und Kinder. Wen wollen Sie jetzt da genau bevorteilen ohne jemanden anderen zu benachteiligen?
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