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Entgleisung beim Bahnhof Bern Ab Mittag rollen die Züge wieder normal

Kurz vor 13 Uhr am Mittwoch entgleiste bei der Ausfahrt aus dem Bahnhof Bern eine Achse eines BLS-Regionalzugs. Verletzt wurde niemand, der Schaden hält sich in Grenzen.

Legende: Video Zugentgleisung im Bahnhof Bern abspielen. Laufzeit 01:41 Minuten.
Aus Schweiz aktuell vom 29.03.2017.
  • Bei der Ausfahrt aus dem Bahnhof Bern Richtung Wankdorf ist eine S-Bahn der BLS entgleist.
  • Beim Zwischenfall wurden keine Personen verletzt, wie eine SBB-Sprecherin gegenüber SRF News bestätigte.
  • Im Raum Bern ist mit Verspätungen und Zugausfällen zu rechnen. Die SBB rechnet mit Einschränkungen im Bahnhof Bern bis voraussichtlich morgen Donnerstag 12:00 Uhr.

Die S-Bahn der Linie 44 entgleiste mit zwei Drehgestellen um 12:51 Uhr unmittelbar nach der Ausfahrt aus dem Bahnhof noch vor dem Lorraineviadukt, wie die SBB mitteilte. Die SBB spricht von einem «bahntechnisch kleinen Fall». Eine Achse des Zuges sei herausgesprungen. Es entstanden kaum sichtbare Schäden an Gleis und Zug.

Ursprünglich war die SBB davon ausgegangen, dass die Reparaturarbeiten bis Betriebsschluss am Mittwochabend abgeschlossen sind. Die Unfallstelle sei am späten Nachmittag für die Aufgleisungsarbeiten mit einem Kran freigegeben worden, sagte ein SBB-Sprecher.

Danach würden die Schäden begutachtet und die Reparaturarbeiten die Hand genommen. Die Arbeiten seien für die ganze Nacht geplant. Die SBB gehe davon aus, dass der Bahnhof Bern ab Donnerstagmittag wieder normal befahren werden kann.

Das Ersatzkonzept hat laut dem SBB-Sprecher auch am Mittwochabend funktioniert, als das Passagieraufkommen wegen des Feierabends besonders gross war. Es habe wie schon im Verlaufe des Mittwochs die üblichen Einschränkungen, Wartezeiten und Zugausfälle gegeben.

Passagiere evakuiert

Beim entgleisten Zug handelt es sich um eine NINA-Doppeltraktion. NINA steht für Niederflur-Nahverkehrszug. Gegen 13:30 Uhr konnten die rund 90 Reisenden den Zug verlassen. Sie wurden von Bahnpersonal auf einem kurzen Fussmarsch zum Bahnhof begleitet.

Wegen der Entgleisung musste das Gleis 13 Richtung Wankdorf gesperrt werden. Für die Ein- und Ausfahrt der Züge von und nach Olten standen nur drei von vier Gleisen zur Verfügung.

Das führt im Raum Bern zu Verspätungen und Zugausfällen vor allem im S-Bahnverkehr sowie bei einzelnen Inter-Regio- und RegioExpress-Verbindungen. Die übrigen Züge, namentlich die Intercity-Züge, verkehrten fahrplanmässig. Die SBB rechnen aber mit Einschränkungen im Bahnhof Bern, Link öffnet in einem neuen Fenster bis morgen Donnerstag 12:00 Uhr.

Erst vor einer Woche war im Bahnhof Luzern ein Eurocity entgleist. Der Bahnhof war darauf vier Tage gesperrt.

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30 Kommentare

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  • Kommentar von Werner Christmann (chrischi1)
    jaja, unsere Infrastruktur kommt an die Grenzen. Bevölkerung 1980 = 6.3 Mio (Ausländer 0.9 Mio), 2015 = 8.3 Mio (Ausländer 2 Mio). Dies alles will bewegt werden, am liebsten im 10 Minuten Takt. Da donnern halt die Doppelstöcker pausenlos über die Weichen. Für einen richtigen Unterhalt bleibt da gar keine Zeit mehr. Es ist endlich Zeit für eine Entschleunigung, und zwar auf allen Ebenen.
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  • Kommentar von Joel Busch (Joel)
    Das war ja klar, zwei Zwischenfälle im selben Monat und alle flippen aus. Sie können keinen Trend an zwei Messwerten bestimmen, was soll dieses vorschnelle Gezeter?
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  • Kommentar von Martin Sonderegger (Natur012)
    Eine Sauerei sondergleichen. Wir als Stimmbürger sagen ja für mehr Wartung bei der SBB... wie hiess die Abstimmung noch? Und die SBB pfuscht in der Wartung!!! Für was wurde das Geld gegeben, respektive wer hat es genommen. Das ist schon fast mafiös was in Luzern und Bern abgeht!!!
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    1. Antwort von Dave Gruen (Echt jetzt?)
      Sie kennen also die Ursache bevor sie von Fachleuten untersucht wurde? Sie wissen aber schon, dass in einer technisierten Welt mit Pannen gerechnet werden muss? Es gibt keinen 100%igen Schutz vor technischem Versagen. Daran ändert auch Ihr ungehobeltes Gepoltere nichts.
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    2. Antwort von Urs Müller (Confoederatio)
      Ich schlahe Sie zum Leiter der SUST vor. Scheinbar verfügen sie Fähigkeiten ohne grosse Untersuchungen den Schuldigen gerichtsfest benennen zu können. Somit könnte viel Geld gespart werden.
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