- Für 384 Millionen Franken soll die Gemeinde Suhr vom Verkehr entlastet werden. Es ist das teuerste Verkehrsprojekt, das je im Kanton Aargau zur Abstimmung kam.
- 54 Prozent des Stimmvolks stimmten dem Kredit für das Gesamtverkehrsprojekt Veras zu.
- Die Bildungsinitiative wurde deutlich abgelehnt (57.4 Prozent).
Umfahrung Suhr
Kanton Aargau: Verkehrsinfrastruktur-Entwicklung Raum Suhr (VERAS)
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JA
127'559 Stimmen
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NEIN
107'554 Stimmen
Volksinitiative Bildungsqualität
Kanton Aargau: Volksinitiative "Bildungsqualität sichern – JETZT!"
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JA
102'803 Stimmen
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NEIN
138'666 Stimmen
Die Aargauer Gemeinde Suhr leidet unter dem Verkehr: Täglich zwängen sich über 20’000 Fahrzeuge durch die Gemeinde. Ein wichtiger Grund dafür ist die besondere Lage von Suhr, wo sich die Autobahn A1 sowie die Verkehrsachsen West-Ost und die Nord-Süd-Verbindung ins Wynental kreuzen.
Hier soll das Projekt «Verkehrsinfrastruktur-Entwicklung Raum Suhr», kurz Veras, Abhilfe schaffen. Geplant sind knapp fünf Kilometer neue Strassen, ein Tunnel, eine Brücke über das Flüsschen Wyna und zahlreiche Strassenüberführungen. Das Projekt wird voraussichtlich 384 Millionen Franken kosten – das teuerste Strassenprojekt, das es im Kanton Aargau je gab.
So soll es in Zukunft in Suhr aussehen
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Bild 1 von 6. Kein Warten mehr am Bahnübergang: Mit Veras sollen sich Strasse und Zug nicht mehr in die Quere kommen. Bildquelle: Visualisierung/Kanton Aargau.
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Bild 2 von 6. Dafür soll eine neue Überführung über die Bernstrasse sorgen. Bildquelle: Visualisierung/Kanton Aargau.
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Bild 3 von 6. Fast fünf Kilometer neue Strassen beinhaltet das Verkehrsprojekt Veras. Bildquelle: Kanton Aargau.
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Bild 4 von 6. Mit Veras soll ein 843 Meter langer Tunnel gebaut werden. Bildquelle: Visualisierung/Kanton Aargau.
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Bild 5 von 6. Damit würde die Gemeinde Suhr in Richtung Südost umfahren. Bildquelle: Visualisierung/Kanton Aargau.
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Bild 6 von 6. Im Projekt ist auch eine neue Unterführung für den Fuss- und Veloverkehr geplant. Bildquelle: Visualisierung/Kanton Aargau.
Das Stimmvolk bewilligte den Kredit mit 54 Prozent Ja-Stimmen. Die Stimmbeteiligung lag bei 56.5 Prozent. Die Zustimmung für das Verkehrsprojekt war vor allem in der Region Suhr gross. Das deutlichste Ja gab es in der Gemeinde Gränichen mit 80 Prozent, im Suhren-, Wynen- und Ruedertal lag die Zustimmung zwischen 60 und 80 Prozent.
Darüber ist der Aargauer Regierungsrat Stephan Attiger erfreut: «Das ist das Schöne, wenn die Region wirklich geschlossen hinter einem Projekt steht.» Das sei nicht selbstverständlich. Attiger hofft, dass das Resultat Rückenwind für das Genehmigungsverfahren gibt und allfällige Beschwerden einvernehmlich gelöst werden könnten.
Die Erleichterung in der Region und in der Gemeinde Suhr ist gross. Dies bestätigt Thomas Baumann, Gemeinderat von Suhr und Grüner Kantonsparlamentarier. Das Resultat sei aber auch eine Verpflichtung, sagt Baumann gegenüber SRF: «Wir haben den Auftrag, dass wir hier schauen müssen, dass wir den Velo-, Fuss- und öffentlichen Verkehr fördern, sodass wir in 30 Jahren nicht wieder am gleichen Ort stehen mit der Stausituation.»
Gegnerinnen und Gegner sprachen von Symptombekämpfung; die Umfahrung werde Mehrverkehr produzieren, befürchten sie. Man habe das Resultat so erwarten können, sagt Ruben Brönnimann, Vorstandsmitglied Junge Grüne und Mitglied des Nein-Komitees. «Unsere Kampagne ist leider ein bisschen kleiner gewesen, weil wir zwei wichtige nationale Abstimmungen hatten, auf die die Parteien ihren Hauptfokus gelegt haben.»