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Wahlurne
Legende: Geht es nach den Initiantinnen und Initianten, soll man im Kanton Neuenburg künftig bereits im Alter von 16 Jahren wählen und abstimmen können. Keystone
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Deutliches Nein Kein Stimmrechtsalter 16 in Neuenburg

  • Im Kanton Neuenburg dürfen Jugendliche nicht an der Urne mitbestimmen.
  • Die Neuenburgerinnen und Neuenburger lehnten am Sonntag eine Initiative zur Herabsetzung des Stimmrechtsalters von 18 auf 16 Jahre klar ab.
  • Die Vorlage wurde gemäss Angaben der Neuenburger Staatskanzlei mit einem Nein-Stimmenanteil von 58.52 Prozent verworfen.

Initiative Stimmrechtsalter 16

Kanton Neuenburg: Volksinitiative «Stimmrechtsalter 16 auf Antrag»

  • JA

    41.5%

    19'835 Stimmen

  • NEIN

    58.5%

    27'986 Stimmen

27'986 Stimmberechtigte legten ein Nein in die Urne, während 19'835 Ja sagten. Die Stadt Neuenburg befürwortete die Initiative im Gegensatz zu den anderen Gemeinden mit einem Ja-Anteil von 50.85 Prozent. Die Stimmbeteiligung lag bei 35.22 Prozent.

Bürgerliche Gegner

Die Neuenburger Verfassungsinitiative «für das Stimmrecht mit 16 auf Wunsch» war von jungen Politikern aus linksgrünen Kreisen lanciert worden. Unterstützt wurde sie von der Neuenburger Kantonsregierung und der Mehrheit des Grossen Rates, insbesondere den Sozialdemokraten, den Grünen und den Grünliberalen. Die Mehrheit der bürgerlichen Parteien lehnte das Begehren dagegen ab.

Die Minderjährigen hätten das Stimm- und Wahlrecht nicht automatisch bekommen, sondern hätten es bei ihrer Gemeinde beantragen müssen. Das passive Wahlrecht, also das Recht gewählt zu werden, hätten die Neuenburger Jugendlichen erst bei Volljährigkeit erhalten.

Pionier Glarus

Neuenburg wäre bei einer Annahme der Initiative am 9. Februar der zweite Kanton, der das Stimmrechtsalter 16 einführen würde. Pionier war der kleine Kanton Glarus, der seinen 16-Jährigen bereits 2007 das aktive Stimm- und Wahlrecht auf Kantons- und Gemeindeebene gewährte. Die Glarner Landsgemeinde nahm damals mit hauchdünnem Mehr einen Antrag der Jungsozialisten (Juso) an. Für das passive Wahlrecht gilt auch im Kanton Glarus Alter 18.

Zurzeit sind gleich in mehreren Kantonen Projekte für das Stimm- und Wahlrechtsalter 16 in Arbeit, darunter in Zürich, der Waadt, in Genf und im Wallis. Auch im Kanton Uri soll ein neuer Versuch unternommen werden. Dort hatten die Stimmberechtigten vor zehn Jahren eine Senkung des Stimm- und Wahlrechtsalters von 18 auf 16 Jahre mit einem Nein-Stimmenanteil von 80 Prozent abgelehnt.

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7 Kommentare

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  • Kommentar von Lilian Albis  (...)
    Ist schon spannend, wie wir vor allen zusätzlichen Mitabstimmenden - früher Frauen, nun Ausländer und Jugendliche (nicht Kinder, ihr Ignoranten) - Angst haben: Die können uns ja noch mal überstimmen! Hilfe, stellt euch das mal vor! Panik! ...
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  • Kommentar von Adi Berger  (Adi B.)
    Kaum dürfen die Kinder nicht mehr auf dem Trottoir Velofahren weil es auf der Strasse dich so gefährlich ist sollen sie abstimmen dürfen? Wenn, dann ab 16 volle KK-Prämie zahlen, Strafrecht für Erwachsene, Steuer- und AHV-Pflicht, Normaktarif im öV usw.
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  • Kommentar von Martin Hofer  (MartinSurfeu)
    Solange die Stimmbeteiligung der Bevölkerung schweizweit durchschnittlich zwischen peinlichen 30% und 40% ist, besteht auch kein Grund, das Stimmrecht auf 16 Jahre herabzusetzen.
    Besser wäre es, wieder ein eidgenössisches obligatorisches Stimmrecht einzuführen wie im Kt Schaffhausen. Jede verpasste Abstimmung kostet CHF 6.--. Ende Jahr wird die Rechnung verschickt. Damit wären die Abstimmungen auch aussagekräftiger, wie die Stimmbevölkerung denkt.
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    1. Antwort von Lawrence Wiget  (Lawrence Wiget)
      Sie befürworten also das möglicherweise uninformierte Abstimmen? Demokratische Teilnahme bedeutet sich zuerst mit dem jeweiligen Thema auseinanderzusetzen bevor eine Entscheidung getroffen wird - was bei einem Obligatorium wohl kaum zu kontrollieren wäre. Aktuelles System ist die schlechteste Option - mit Ausnahme aller anderen Optionen (beeinflusst durch Churchills Diktum).