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Sind die Wohungen wirklich «preisgünstig»?
Aus Regionaljournal Zürich Schaffhausen vom 09.01.2020.
abspielen. Laufzeit 03:47 Minuten.
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Tramdepot Hard Die umstrittenen Wohnungen am Zürcher Escher-Wyss-Platz

Am 9. Februar entscheidet die Stadtzürcher Bevölkerung über einen Kredit von 203 Millionen Franken.

Und in einem Punkt sind sich die Parteien von links bis rechts einig: Das Tramdepot benötigt dringend eine Sanierung. Diese ist umso weniger umstritten, als die rund 70 Millionen Franken dafür der Zürcher Verkehrsverbund tragen soll.

Wo die Harmonie dann aber jäh aufhört, ist bei der Beurteilung der rund 200 Wohnungen, die auf dem Dach des teilweise denkmalgeschützten Depots entstehen sollen. Dazu sind Ateliers und Gewerberäume vorgesehen.

Eine Visualisierung zeigt die Limmat, im Hintergrund zwei Hochhäuser, die mit weisser Fassade in den Himmel ragen.
Legende: So würde das Tramdepot neu aussehen, wenn man vom GZ Wipkingen auf das Areal blickt. Der Turm links ist 68 Meter hoch, der andere 65 Meter hoch. zvg (Morger Partner Architekten, Basel)

Für die grösste Partei in der Stadt Zürich ist es ein stimmiges Projekt. SP-Gemeinderat Simon Diggelmann ist voll des Lobes: «Es kombiniert zwei unserer wichtigen Anliegen: einen leistungsfähigen ÖV und preisgünstige Wohnungen.»

An der Beurteilung «preisgünstig» scheiden sich jedoch die Geister. Für die AL beispielsweise sind die Wohnungen alles andere als günstig. Eine 4-Zimmer-Wohnung würde im Monat gut 2000 Franken kosten, rechnet AL-Gemeinderätin Christina Schiller vor: «Gerade im Kreis 5 gibt es sehr viele Eigentumswohnungen. Da ist es kontraproduktiv, wenn die Stadt Wohnungen im mittleren Preissegment baut.»

Günstiger kann die Stadt die Wohnungen allerdings nicht erstellen, weil der Bau auf dem Tramdepot aufwendig und entsprechend teuer ist. Die AL kommt daher zum Schluss, die Stadt investiere am falschen Ort.

SVP sorgt sich um Velofahrer...

Nicht nur die linken Parteien sind gespalten. Auch die Meinungen zwischen SVP und FDP gehen auseinander. Die Volkspartei lehnt das Projekt aus zwei Gründen ab. Erstens sind für die neue Wohnsiedlung keine Privatparkplätze vorgesehen, was der SVP nicht behagt.

Und zweitens sei der Neubau für die Velofahrerinnen und Velofahrer zu gefährlich, führt SVP-Gemeinderat Stefan Urech aus: «Der Veloweg entlang des Gebäudes ist schon heute zu eng. Statt diesen zu verbreitern, ist geplant, den letzten Zentimeter zu verbauen.»

...FDP unterstützt für einmal städtische Wohnungen

Anderer Meinung ist die FDP. Die Liberalen, die sonst lieber Privaten das Bauen überlassen, setzen sich bei diesem Projekt für die Stadtwohnungen ein. Gemeinderat Perparim Avdili erklärt diese Besonderheit: «Dieses Land gehört bereits der Stadt Zürich. Und in Verbindung mit der Sanierung des Tramdepots stehen wir hinter dieser Idee.»

Die Parteiparolen

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Ja: SP, Grüne

Nein: AL

noch offen: FDP, SVP, GLP, EVP

Im Stadtparlament sprachen sich ausser der SVP und der AL alle Parteien für das Projekt aus.

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4 Kommentare

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  • Kommentar von Andreas Diethelm  (Okapi)
    Dass hier Harmonie herrscht unter SP und FDP verwundet nicht, es gibt in der Zielsetzung keine Unterschiede: Preissegment, maximal teure Bauvariante, Hochhaus als dümmstmögliche Wohnbauvariante, und zwar in jeder Hinsicht, Ressourcenvergeudung (inkl. grauer Energie), Energieverbrauch (Primärenergie 40% höher als beim Blockrand, Sicherheit, sozial untaugliche Wohnform, keine artgerechte Menschenhaltung, ein Stück Stadtverschandelung und -versiegelung mehr. Bachab damit.
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    1. Antwort von Nic Grund  (Gruendeli)
      Was?? Ein Hochhaus Nahe am Zentrum und den Arbeitsplätzen mit idealer Anbindung an die öV soll die dümmstmögliche Variante sein? Graue Energie? 40% mehr Primärenergie? Versiegelung?? Das Land IST dich schon versiegelt! Sicherheit? Was in aller Welt erzählen Sie nur? Und was in aller Welt bewegt Sie nur dazu solch einen absurden Kommentar zu verfassen??
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    2. Antwort von Andreas Diethelm  (Okapi)
      Herr Grund, Sie scheinen sich mit diesen Fragen noch nicht befasst zu haben und begnügen sich daher mit dem Setzen von Fragezeichen. Vielleicht tun Sie ersteres noch und entgegnen dann mit einem Argument.
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    3. Antwort von W. Pip  (W. Pip)
      ich bin bei Ihnen, Herr Diethelm. Nicht beirren lassen von der Tatsache, dass die Mehrheit schon völlig verblendet ist. Ausser kritiklosem Käfighaltungsschwachsinn und potthässlichen Hochbau hat man heute nichts mehr zu bieten. Hauptsache wachsen und verdichten. Ich schlage vor, als nächsten Schritt zusätzlich IN die Erde hinein Wohnungen zu bauen, dann kann man noch mehr Leute stapeln.
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