Klebe-Vignette soll verschwinden

Eine elektronische Autobahnvignette soll bald den Kleber auf der Windschutzscheibe ersetzen. Das hat der Ständerat entschieden. Die Hoffnung dabei: Dass der Vignettenpreis von 40 auf 100 Franken erhöht werden kann.

Eine Frau klebt eine Autobahnvignette an eine Windschutzscheibe. Bild in Lightbox öffnen.

Bildlegende: Bald soll die Autobahnvignette nicht mehr an der Windschutzschutzscheibe kleben. Keystone

Seit 1985 kleben Autofahrer jedes Jahr eine neue Autobahnvignette auf die Windschutzscheibe ihres Fahrzeugs. Dieses System soll durch eine elektronische Vignette abgelöst werden.

Bei der Diskussion um den Nationalstrassen- und Agglomerationsverkehrs-Fonds (NAF) hat der Ständerat dem Bundesrat den Auftrag erteilt, bis Ende 2017 eine Vorlage zur Einführung der E-Vignette vorzulegen.

Verkehrsministerin Doris Leuthard zeigte sich offen: Alle seien froh, wenn das heutige Klebesystem abgelöst werden könne, sagte sie.

Zweiter Anlauf für Preiserhöhung

Mit der E-Vignette ist auch die Hoffnung auf einen höheren Vignettenpreis verbunden. Eine Erhöhung von 40 auf 100 Franken zur Finanzierung des Netzbeschlusses hatte in der Volksabstimmung von 2013 keine Chance.

Die ständerätliche Verkehrskommission (KVF) arbeitete daraufhin eine Motion aus mit der Idee, für die Preiserhöhung den Autofahrern auch eine Verbesserung anbieten zu können. Entschieden ist allerdings noch nichts: Der Vorstoss geht nun an den Nationalrat.

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