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Atomausstiegs-Initiative Axpo-Chef droht mit Schadenersatzklagen in Millionenhöhe

«Einen sehr hohen dreistelligen Millionenbetrag». Das will Axpo-Chef Heinz Karrer vor Gericht einklagen, sollte die Axpo ihre beiden Reaktoren in Beznau vorzeitig stilllegen müssen.

Heinz Karrer
Legende: Neben seiner Cheffunktion bei Axpo ist Karrer Präsident von Swisselectric, dem Verband der Stromkonzerne. Keystone

Falls die Axpo die beiden Reaktoren in Beznau 2019 und 2022 vorzeitig stilllegen muss, würde der Stromkonzern gegen den Bund Schadenersatzklagen einreichen. Dies sagte Axpo-Chef Heinz Karrer in einem Interview mit der «Neuen Zürcher Zeitung».

Die Restwerte nicht abgeschriebener Investitionen sowie die entgangenen Gewinne würden der Eidgenossenschaft in Rechnung gestellt, so Karrer.

Der Schaden seines Unternehmens beliefe sich dabei auf einen «sehr hohen dreistelligen Millionenbetrag». Die Gesamtforderungen aller Kraftwerksbetreiber im Falle von konkreten Abschaltzeitpunkten würde «sicher die Milliardengrenze überschreiten», prognostiziert Karrer.

50 oder 45 Jahre

Die vom Axpo-Chef genannten Jahreszahlen beziehen sich auf einen Vorschlag der Energiekommission des Nationalrats (UREK), die Laufzeiten der AKW auf 50 Jahre zu befristen. Demgegenüber verlangt die Atomausstiegsinitiative der Grünen, dass die AKW bereits nach 45 Jahren Betriebsdauer heruntergefahren werden müssen.

Der Bundesrat hingegen will die AKW in Betrieb lassen, solange sie als sicher eingestuft werden. Als ein Argument gegen die Laufzeitbeschränkung nannte die Landesregierung die möglichen Entschädigungsforderungen der Betreiber.

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14 Kommentare

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  • Kommentar von H. Bernoulli , Zürich
    So lange die AKW-Betreiber die Risiken nicht versichern müssen und diese von der Allgemeinheit getragen werden, sind solche Forderungen mehr als ein Hohn. Diese Unverschämtheit sollte Folgen haben!
  • Kommentar von Karl Meier , Winterthur
    Eine kleine aber faire Antwort auf solch dreiste Forderungen wäre den Stromkonzernen mit einer Konzessionsänderung dazu zuverpflichten alle möglichen Kosten eines Umfalls versichern zu müssen. Dann wären sie froh wenn sie die Werke scon morgen abstellen dürften.
  • Kommentar von MAx Frech , Solothurn
    "Als ein Argument gegen die Laufzeitbeschränkung nannte die Landesregierung die möglichen Entschädigungsforderungen der Betreiber." Dieses Zitat aus diesem Bericht lässt vermuten, dass eine solche Forderung rechtens wäre. Wo Karrer recht hat, muss er auch recht behalten. Ob uns das passt oder nicht - denn schliesslich leben wir (vorerst noch) in einem Rechtsstaat...