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Zu viele Kontrollen befürchtet Nein-Komitee warnt vor «Sowjetisierung» der Landwirtschaft

Legende: Video Bürgerliche Allianz gegen Agrarinitiativen abspielen. Laufzeit 01:31 Minuten.
Aus Tagesschau vom 14.08.2018.
  • Weniger Auswahl und steigende Lebensmittelpreise: Das wären aus Sicht der Gegner die Folgen bei einem Ja zu den Agrarinitiativen, über die am 23. September abgestimmt wird.
  • Die Fair-Food-Initiative und die Initiative für Ernährungssouveränität verfolgten ähnliche Ziele, schreibt das Nein-Komitee in einer Mitteilung.
  • Beide verlangten einen Kurswechsel in der Agrarpolitik.
Legende: Video «Wir gefährden die bilateralen Verträge» abspielen. Laufzeit 01:39 Minuten.
Aus Tagesschau am Mittag vom 14.08.2018.

Die Initiativen würden den Staat und die Lebensmittelbranche zwingen, einen teuren Kontrollapparat im In- und Ausland aufzubauen, kritisieren die Gegner. Bei jeder importierten Tomate müsste ein Kontrolleur sicherstellen, dass sie dem Schweizer Standard entspreche und dementsprechend produziert worden sei. Diese Bürokratie koste und sei kaum umsetzbar.

Dem Nein-Komitee gehören Vertreter von FDP, SVP, CVP, BDP und der Wirtschaftsverbände an. Bei einem Ja zu den beiden Initiativen drohe eine «Sowjetisierung» der Landwirtschaft, sagte FDP-Nationalrätin Isabelle Moret (VD) laut Redetext vor den Medien.

Die Initiative will einheimische Produktion stärken

Das Ziel der Fair-Food-Initiative der Grünen ist ein grösseres Angebot an Lebensmitteln, die umweltschonend, tierfreundlich und unter fairen Arbeitsbedingungen hergestellt werden. Der Bund soll solche Lebensmittel fördern. Auch für Importprodukte sollen Anforderungen festgelegt werden.
Die Initiative für Ernährungssouveränität der Bauerngewerkschaft Uniterre will die einheimische Lebensmittelproduktion stärken. Der Bund soll Massnahmen treffen, um die Zahl der Bäuerinnen und Bauern zu erhöhen und die Kulturflächen zu erhalten.

Bei der Einfuhr von landwirtschaftlichen Erzeugnissen und Lebensmitteln soll der Bund Zölle erheben und die Einfuhrmenge regulieren. Die Einfuhr von Landwirtschaftsprodukten, die nicht den schweizerischen Sozial- und Umweltnormen entsprechen, soll er verbieten können.

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13 Kommentare

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  • Kommentar von Ueli Lang (Wochenaufenthalter)
    Im Grunde genommen wäre die Lösung des Problems einfach. Weg mit all dem Grenzschutz und vor allem weg mit den Subventionen. der Konsument würde ganz gewaltig sparen und der Steuerzahler noch einmal. Unsere Landwirtschaft wäre dann gezwungen, wie die Maschinenindustrie, innovative Produkte anzubieten und nicht Masse ohne Klasse. Sie müsste qualitativ hochstehende Bio- und Slow Food Produkte anbieten, statt Antibiotikafleisch und fade Tomaten us em Tribhaus. Mehr Grenzschutz und Abschottung NEIN!
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  • Kommentar von Roger Stahn (jazz)
    Wir haben schon lange die Freiheit der Wahl, um direkt beim Hofladen, Bio-Hofladen, Biomarktstände, Demeterläden, direkt beim Bauern oder auch online ab Hof einzukaufen, wo also die entsprechen Produzenten auf Nachhaltigkeit und eingehaltenen Umweltschutz besonders darauf achten. All die Menschen, die diese Möglichkeit nutzen, haben sich selber dazu entschieden. Man kann und soll Menschen nicht politisch zwingen ihr Bewusstsein zu ändern, weil es bisher immer in einer totalen Katastrophe endete.
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  • Kommentar von martin blättler (bruggegumper)
    Meine Sorge ist eher eine "Monsantisierung"zwecks errichten eines Monopols,ähnliche Bestrebungen gibt es beim Wasser durch Nestle und Coca Cola.Was die Stärkung der örtlichen bäuerlichen Landwirtschaft mit Riesenkolchosen zu Sowietzeiten zu tun hat,erschliesst sich mir nicht.Wenn einem die Argumente ausgehen,greift man zur Kommunisten-oder Nazikeule.Einfach nur dumm.
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