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Grundeinkommen Auf dem Bundesplatz regnet es Geld

Dagobert Duck wäre entzückt: Die Initianten der Volksinitiative «Bedingungsloses Grundeinkommen» haben auf dem Berner Bundesplatz 8 Millionen Fünfräppler ausgeschüttet.

Legende: Video Fünferli-Berge auf dem Bundesplatz abspielen. Laufzeit 01:44 Minuten.
Aus Tagesschau vom 04.10.2013.

Mit rund 126'000 Unterschriften reichte ein bunt gemischtes Komitee eine Volksinitiative für ein bedingungsloses Grundeinkommen ein. Die Initianten machten auf dem Bundesplatz mit einer spektakulären Aktion auf sich aufmerksam: Sie schütteten 8 Millionen Fünfräppler aus.

«Der Goldberg zeigt den Überfluss»

Für jeden Einwohner der Schweiz gebe es einen Fünfräppler, sagte Che Wagner, Mitinitiant und Organisator der Aktion. Damit solle symbolisch gezeigt werden, dass das Geld für ein bedingungsloses Grundeinkommen vorhanden wäre in der Schweiz. Es sei nur eine Frage der Organisation. «Der Goldberg zeigt den Überfluss.»

Die 8 Millionen Münzen – 15 Tonnen schwer und mit einem Gesamtwert von 400'000 Franken – karrten die Initianten mit einem Camion an. Das Ereignis zog zahlreiche Passanten und Touristen an.

Für die Aktion nahmen die Initianten einen Kredit auf und tauschten das Geld bei der Nationalbank in Fünfräppler um, was laut Wagner erst nach zähen Verhandlungen möglich war. Geplant ist, die Fünfräppler nach der Aktion wieder einzusammeln – abzüglich einiger hundert oder tausend Stücke, die Touristen und Passanten einsteckten.

Arbeit und Einkommen entkoppeln

Die Volksinitiative verlangt, dass jeder Erwachsene in der Schweiz vom Staat 2500 Franken pro Monat erhalten soll – für «ein menschenwürdiges Dasein und die Teilnahme am öffentlichen Leben». Wer mehr verdienen will, soll dafür arbeiten. Nach der Aktion reichten die Initianten die Unterschriften bei der Bundeskanzlei ein.

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60 Kommentare

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  • Kommentar von H. Bernoulli, Zürich
    Ein BGE ist finanzierbar, wenn der Produktivitätsfortschritt allen zugute kommt und nicht nur der extremen (!) Bereicherung einer Minderheit dient.
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  • Kommentar von Claude Vuillaume, Wallisellen
    Herr Wach, sie wissen doch bestimmt, dass nirgendswo auf unserem Planeten exponentielles Wachstum möglich ist ausser im lächerlichen Finanzsystem der Feudal-Akademiker. Sogar ich, als einfacher Proleten-Akademiker habe gelernt, dass der Zins und Zinseszins nur exponentiell wachsen kann. Die Feudal-Akademiker haben scheinbar nicht mitbekommen, dass unsere zarte Real-Wirtschaft hier nicht mithalten kann. Sie dürfen mich gerne belehren, ich bin ja schliesslich nur ein Proleten-Akademiker.
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  • Kommentar von H. Wach, Luzern
    Solange wir unsere Klamotten, Konsumelektronik, Rohstoffe (Öl, Gas, Metalle), Kakao, Südfrüchte, Blumen, etc. bei 1 Dollar People, die ohne KK, Rente, ALV, IV, Berufsausbildung in sklavischen Zuständen bis über 70 Std/Wo produzieren lassen, damit wir diese Produkte so bald als möglich wieder wegwerfen, solange sind solche Diskussionen ohne jegliche moralische & ethische Verantwortung. Solcher Zynismus kann nur aus den Köpfen des Neo-Akademiker-Proletariat entspringen. Schämt Euch!
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    1. Antwort von Claude Vuillaume, Wallisellen
      Herr Wach, glauben Sie wirklich, dass nur die feudale Herrschaft ein akademisches Studium absolvieren sollten ? Wäre dies moralisch ? Ausserdem, wenn wir das BGE einführen, können unsere Nachbarnländer etwas Lernen. Diese Zustände, die Sie beschreiben, hätten mit einem Grundeinkommen gar nicht entstehen können. Der europäische Frühling darf also ruhig beginnen.
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