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1:12-Initiative 1:12-Initiative nur von links unterstützt

Die 1:12-Initiative wird deutlich bachab geschickt. 65,3 Prozent lehnen das Anliegen der Jungsozialisten ab. Die Initiative scheitert auch am Ständemehr.

1:12-Initiative

Eidg. Vorlage: Volksinitiative «1:12 - für gerechte Löhne»

 

  • JA

    34.7%

    955'155 Stimmen

  • NEIN

    65.3%

    1'797'110 Stimmen

Standesstimmen

  • JA

    0.0

  • NEIN

    23.0

Familieninitiative

Eidg. Vorlage: Volksinitiative «Familieninitiative: Steuerabzüge auch für Eltern, die ihre Kinder selber betreuen»

 

  • JA

    41.5%

    1'139'743 Stimmen

  • NEIN

    58.5%

    1'604'476 Stimmen

Standesstimmen

  • JA

    2.5

  • NEIN

    20.5

Autobahnvignette

Eidg. Vorlage: Änderung des Bundesgesetzes über die Abgabe für die Benützung von Nationalstrassen

 

  • JA

    39.5%

    1'087'350 Stimmen

  • NEIN

    60.5%

    1'662'755 Stimmen

Unternehmen in der Schweiz können Managern weiterhin Millionenlöhne zahlen. Volk und Stände haben es abgelehnt, die Lohnspanne zu begrenzen. 65,3 Prozent der Stimmenden sagten Nein zur 1:12-Initiative der Juso.

Legende: Video Claude Longchamp zur 1:12-Initiative abspielen. Laufzeit 2:12 Minuten.
Vom 24.11.2013.

Kein einziger Kanton sagte Ja. In den Kantonen Tessin und Jura scheiterte das Volksbegehren allerdings nur knapp: Im Kanton Tessin legten 49 Prozent der Stimmenden ein Ja in die Urne, im Kanton Jura 48 Prozent.

Am deutlichsten verworfen wurde die Initiative in den Kantonen Schwyz und Zug mit einem Ja-Stimmen-Anteil von lediglich 23 Prozent.

«Sozialistisches Abenteuer»

Die Initianten konnten somit nicht an den Erfolg der Abzocker-Initiative von Thomas Minder anknüpfen, die weit ins bürgerliche Lager hinein Anhänger gefunden hatte, wie gfs.bern-Forschungsleiter Claude Longchamp im SRF-Abstimmungsstudio erklärte. «34,7 Prozent Ja-Anteil ist ein klassisches Ergebnis für eine linke Initiative», so Longchamp zum klaren Verdikt.

Nach dem Ja zur Abzockerinitiative war die Nervosität bei Wirtschaftsverbänden und bürgerlichen Parteien in den vergangenen Monaten gross gewesen. Die Gegner sprachen von einem «sozialistischen Abenteuer», welches das Erfolgsmodell Schweiz gefährde. Das Stimmvolk liess sich überzeugen.

Als nächstes die Mindestlöhne

Als Erfolg kann die Juso verbuchen, dass ihr Anliegen ernst genommen und breit diskutiert wurde. Zwar blieb die Initiative am Ende chancenlos, doch kostete dies die Gegner einiges an Geld und Einsatz. Und die Diskussion um die Verteilgerechtigkeit ist noch nicht zu Ende: In nächster Zeit stehen etliche Initiativen aus dem linken Lager zur Debatte. Manche dürften bessere Chancen haben als die 1:12-Initiative.

Legende: Video Longchamp blickt bereits in die Zukunft abspielen. Laufzeit 0:27 Minuten.
Vom 24.11.2013.

Sowohl die Sieger als auch die Verlierer fokussierten bereits auf die Mindestlohninitiative des Gewerkschaftsbundes, über die das Stimmvolk voraussichtlich kommendes Jahr entscheiden wird. Die Initiative «für den Schutz fairer Löhne» verlangt einen Mindestlohn von rund 4000 Franken im Monat. In der kommenden Wintersession befasst sich der Nationalrat damit.

Hohe Stimmbeteiligung

Die Stimmbeteiligung lag am Wochenende bei 53,6 Prozent. Das ist mehr als beispielsweise bei den Nationalratswahlen 2011. Seit drei Jahren sind nie mehr so viele Stimmberechtigte an die Urne gegangen. Die durchschnittliche Stimmbeteiligung liegt bei knapp 43 Prozent.

121 Kommentare

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  • Kommentar von jean passant, thun
    Wer hat eigetlich am WE gewonnen? Nicht der gewöhnliche Stimmbürger, sondern Dougan, Ermotti, Steinemann, Beeck etc. Es profitieren nur wenige und sicher die Hälfte von ihnen sind Nicht-Schweizer. Die SVP, welche sich stets als Hüterin der Schweiz aufspielt, lehnte die Initiative selbstredend ab. Bradley Dougan ist eben doch ein wertvolles Mitglied der Gesellschaft, verdient er doch in einer halben Stunde etwa gleich viel wie ein Gemüsebauarbeiter im Monat. Die Teppichetage feiert nun!
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    1. Antwort von E.Waeden, H
      Eine Mär zu glauben, dass wenn ein Bradley Dougan weniger verdienen würde, der "Gemüsebauer" dann am Ende des Monat mehr Lohn hat! :-) Aber eben, GUT hat das die Mehrheit des Volkes richtig erkannt und deshalb richtig abgestimmt!:-)
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    2. Antwort von R.käser, Zürich
      @Waeden, ist die Realität besser als die Mär? Nicht vergessen, die Banken verdienen sehr viel Geld mit staatlich legitimierter Wirtschaftskriminalität. Stellen Sie sich vor, der Metzger, der Becker und die Handwerker würden von unserer Regierung auch ein solches perfides Instrument bekommen und Sie müssten für ein Brot ein paar Tausender Zahlen. Da Herr Waeden, da wären Sie wohl dagegen. Viele Schweizer wurden eingeschüchtert oder haben einen Knick in der Optik das sagt das Resultat.
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  • Kommentar von E.Waeden, H
    "Von den Reichen nehmen & es den Armen geben", eine schöne Ideologie , welche niemals funktioniert. Das Schweizer-Volk hat es richtig erkannt! Die Reichen gehen & nehmen ihr Geld mit & die Armen bleiben. Für sie verbessert sich nichts. Betreffend Juso & ihre Strategie: Man nehme es den Reichen, verspreche es den Armen, wohl wissend, dass es niemals dort ankommen wird!:-)
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    1. Antwort von Wolfgang Reuss, Chur
      @E.Waeden,H Früher sagte man "Papier ist geduldig", heute sinds Internetkommentare. 1. "Von Reichen nehmen, Armen geben" funktoniert sehr wohl! Was anderes ist das Steuersystem? Die einzigeFrage ist, wie hoch man dieHochverdiener besteuern soll. In den USA waren es jahrzehntelang über 90 Prozent(!)Spitzensteuersatz. Seit Reagan/Bushs fast Null. Zweiter Beweis, dass es funktioniert, ist die Französische Revolution. Vieleweitere Belege. Also erzählen Sie hier nicht wishfulthinking derUltrarechten.
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    2. Antwort von Wolfgang Reuss, Chur
      @E.Waeden,H 2. Dass die Reichen ins Ausland gehen, ist leere Drohung, ein Bluff für die "Bildungsfernen". Kein anderes Land eignet sich so gut wie die Schweiz für höchste Arbeitsqualität, infrastrukturielle Sicherheit und Profit. Auf diese geniale Substratmischung verzichten die Rahmabschöpfer nicht so schnell. Aus Ihren Kommentaren spricht Sorge, nicht Sicherheit. Fazit: Das einzige, was fehlt, ist die richtige Rhetorik, um es dem Volk mitzuteilen, die Bedienungsanleitung und den Sinn.
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    3. Antwort von R.käser, Zürich
      Herr Waeden, ...die Reichen gehen.., ja wohin denn? Sagen Sie mir ein Land wo diese mehr Privilegien als in der Schweiz haben! Sollen die Reichen doch gehen, Sie werden nirgends zufriedener sein als hier. Im weiteren können wir auf das Geld von denen verzichten den der Geistige Frieden in der Gesellschaft hat auch einen Wert. Wir müssen erkennen, dass neben ökonomischen auch immaterielle Werte bestehen den der Kapitalismus ist so tot wie der Kommunismus, die Mitte wird die Zukunft sein.
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    4. Antwort von M. Keller, Thurgau
      R. käser, darf ich auch antworten? Russland, Monaco, Italien, Spanien, GrossBritannien, Brasilien, Australien, Japan, China, Singapur, Deutschland, Benelux-Länder, Dänemark, Finnland, Norwegen, Schweden, Österreich, Lichtenstein, USA. Nur Frankreich peitscht die Reichen zur Zeit... Und die schweizer Sozen wollen's Frankreich gleich tun und ignorieren dabei den "Rest der Welt" - darum sind auch alle bisherigen Vorschläge mumpitz... Was ist los? Sonst vergleichen Linke doch immer mit dem Ausland?
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    5. Antwort von E.Waeden, H
      @W.Reuss: Das Steuersystem? Nimmt von ALLEN anhand des Netto- Einkommen, der Rente & vom Vermögen und verteilt es an ALLE über die Infrastruktur usw. Heisst: Wir profitieren ALLE in irgend einer Form davon Angesprochen war dieses angestrebte Giesskannen-Prinzip der Juso. Dieses funktioniert nicht. Und nicht erst seit "heute" gibt es Menschen, die haben unverschämt viel & und andere haben unverschämt wenig!
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    6. Antwort von E.Waeden, H
      @R.Käser: "Die Reichen gehen" war symbolisch gemeint!:-) Aber schon Wilhelm Busch sagte:" Wer der Gerechtigkeit folgen will durch dick und dünn, muss lange Stiefel haben." Welche Stiefelgrösse haben Sie?:-)
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    7. Antwort von E.Waeden, H
      Aber was mich wirklich an der Familien- & 1:12 Initiative & Menschen, die sie unterstützt haben geärgert hat ist, dass wir hier in der "reichen" Schweiz über solche abstimmen, uns ums "liebe" Geld, was man viel oder weniger hat so viele überflüssige Gedanken machen, während Mio. von Menschen auf der ganzen Welt verhungern, weil sie nichts zu essen haben, während wir tonnenweise Lebensmittel in den Müll werfen! DAS empfinde ich als Ungerechtigkeit!
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  • Kommentar von K. Räschter, Schweiz
    Die Linken wollen mit ihren Initiativen nur eines: geschützte Staatsstellen für ihre Leute schaffen, damit diese sich dort auf Staatskosten bedienen können, da dies meist geschützte Werkstätten mit nicht schlechten Einkommen sind; denn jedes neue Gesetz schafft Stellen beim Staat. Denen geht es nicht um das Wohl des Volkes, falls dies noch niemand bemerkt hat. Die denken in erster Linie an sich selbst.
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