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Es wollten wohl beide zu viel
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Keine Kürzung der Sozialhilfe Ein soziales Zeichen im bürgerlichen Kanton

Vielleicht wollten beide zu viel: Regierung und Parlament mit der Kürzung der Sozialhilfe und das Komitee hinter dem Volksvorschlag mit der grösseren Unterstützung für ältere Sozialhilfebezügerinnen und Sozialhilfebezüger.

Schnegg vermochte nicht zu überzeugen

Fürsorgedirektor Pierre Alain Schnegg hat es offenbar nicht geschafft, das eigene Lager davon zu überzeugen, dass weniger Sozialhilfe jemanden dazu motiviert, schneller eine Arbeitsstelle zu finden. Nur so ist es zu erklären, dass der bürgerlich dominierte Kanton Bern an diesem Abstimmungssonntag ein soziales Zeichen gesetzt hat. Vielen Stimmbürgerinnen und Stimmbürgern, gerade auch jenen auf dem Land, ging es zu weit, den ausgesteuerten Menschen weniger Geld für Essen, Toiletten-Artikel, Kleider oder für den öffentlichen Verkehr zur Verfügung zu stellen.

Kommt dazu: Die Gegnerinnen und Gegner der Kürzungen waren gut organisiert. Sie warben sehr sichtbar für ein Nein. Darunter waren die Links-grünen Parteien, aber auch die Landeskirche.

Unterstützung für Ältere zu viel des Guten

Vielen Stimmbürgerinnen und Stimmbürgern ging es aber auch zu weit, die über 55-Jährigen besser zu stellen und damit mehr Geld für die Sozialhilfe auszugeben. Tatsache ist zwar, dass immer mehr ältere Menschen ihre Arbeitsstelle verlieren und in die Sozialhilfe rutschen. Aber 4100 Franken Unterstützung für eine einzelne Person hätte das Ungleichgewicht noch grösser gemacht. Zwischen den Menschen, die Sozialhilfe beziehen und jenen, die arbeiten, aber wenig verdienen.

Damit bleibt im Kanton Bern also bei der Sozialhilfe alles, wie es ist. Unter dem Strich ist es ein Erfolg für die Gesellschaft. Es ist ein Zeichen der Solidarität von denjenigen, die mehr zum Leben haben.

Christine Widmer

Christine Widmer

Redaktorin Regionalredaktion Bern Freiburg Wallis, SRF

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Christine Widmer arbeitet seit 2011 im Studio Bern für die Regionalredaktion Bern Freiburg Wallis. Sie berichtet unter anderem über die unterschiedlichsten Themen der Berner Kantonspolitik.

(SRF 1, Regionaljournal Bern Freiburg Wallis, 06:32 Uhr; widc;marl)

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23 Kommentare

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  • Kommentar von Rolf Bieri  (Robi55)
    Ganz einfach mal überlegen,in was für einem Land leben wir hier? Wie war das noch, 2.2% der Steuerpflichtigen in der Schweiz verfügen über über 51.3% Prozent des Gesamtvermögens in der Schweiz! Da geht es um Grundsatzfragen, z.B wie viel vom Gesamtvermögen durch Spekulation weiterhin in die Taschen der Reichen fliesst. Da will man ein wenig Geld bei den Ärmsten einsparen, obwohl einige der Vermögensten in diesem Land mit einigen Prozentabgaben locker öffentliche Defizite decken konnten.
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  • Kommentar von Hans König  (Hans König)
    Alles gut und recht, Das Abstimmungsergebnis ist leider nicht gerecht gegenüber den arbeitenden MitbürgerInnen und SteuernzahlerInnen (Einzelperson) mit einem Monatslohn von +- Fr. 4'000.-.
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    1. Antwort von Jörg Frey  (giogio)
      Das ist sehr wohl gerecht, da ich mitbestimmen will, für was mein Steuergeld ausgegeben wird, ob für die Pechvögel, die keinen Job haben oder als Steuergeschenk an unsere Millionäre und Milliardäre, die nicht wissen, wohin sie mit ihrem Geld hingehen sollen. Und neustens soll ich noch Steuern für einen nicht rentierenten Flugplatz bezahlen. Von der Geldherausschleudereien der Armee will ich gar nicht schreiben.
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    2. Antwort von Hans König  (Hans König)
      Frey: Sie haben nicht begriffen, was ich geschrieben habe. Es kann doch nicht sein, dass eine Person, welche täglich zur Arbeit geht am Schluss eines Monats gleich viel od. wenig hat (noch Steuern bezahlen muss), wie diejenige, die nicht arbeitet und Sozialhilfe bezieht.
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  • Kommentar von Konrad Schläpfer  (Koni)
    Sehr wichtig schein mir doch, dass unser jungen Gäste aus Afrika voll auf ihre Kosten kommen.
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    1. Antwort von Jörg Frey  (giogio)
      . . . . billigste SVP-Propaganda, um den älteren Ausgesteuerten die Abzockerei an ihrer Sozialhilfe schmackhaft zu machen.
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    2. Antwort von Konrad Schläpfer  (Koni)
      Jörg Frey laut BfM leben 85% der Migranten z.B. aus Eritrea von der Sozialhilfe. Ich glaube kaum dass das BfM da billigste SVP Propaganda betreibt.
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    3. Antwort von Hanspeter Müller  (HPMüller)
      @ Schläpfer: in den 85% enthalten sind rund 1/3 Kinder, die nicht arbeiten dürfen und zur Schule gehen müssen. Darin enthalten sind alle Asylbewerber, die nicht arbeiten dürfen, weil man es ihnen verbietet. Umgekehrt nicht darin enthalten sind all jene, die gut integriert sind, einen Job haben, auf eigenen Füssen stehen, und dehalb einen B-Ausweis haben. Das BfS betreibt keine Propaganda, aber die SVP Schindluderei mit den veröffentlichten Zahlen.
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