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Blick in die grosse Halle, wo für eine Veranstaltung vorbereitet wird.
Legende: Die Grosse Halle: Ein Raum für allerlei Veranstaltungen. Brigitte Mader/SRF
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Abstimmung Stadt Bern Kann die Grosse Halle der Berner Reitschule saniert werden?

Zum 6. Mal stimmen die Stadtberner über die Reitschule ab. Dieses Mal geht es um einen Baukredit für die grosse Halle.

Die Grosse Halle gehört zum Gebäudekomplex des Berner Kulturzentrums Reitschule. Sie wird für alle möglichen Kulturveranstaltungen genutzt - Flohmarkt, Konzerte, Ausstellungen, Streetsoccer-Turniere. Insbesondere bei Grossanlässen entspricht die Gebäude-Infrastruktur nicht mehr den geltenden Vorschriften.

Für drei Millionen Franken soll die Grosse Halle nun saniert werden. Es geht unter anderem um Brandschutz und um die Kanalisation. Das Stadtparlament hat den Kredit mit grossem Mehr angenommen. Einzig die SVP stimmte dagegen und sammelte erfolgreich Unterschriften für ein Referendum.

Auch nach der Renovation werde das Gebäude so versprayt aussehen, sagt Erich Hess (SVP). Und die Betreiber foutierten sich um geltende Regeln. Und immer wieder gehe von der Reitschule Gewalt aus. «Es kann nicht sein, dass man das noch mit drei Millionen Franken belohnt.»

Erich Hess steht am Bollwerk. Hinter ihm der Eisenbahn-Viadukt vor der Reitschule
Legende: Die Reitschule ist ihm ein Dorn im Auge: SVP-Politiker Erich Hess . Brigitte Mader/SRF

Fünf Mal haben sich die Stimmberechtigten der Stadt Bern schon hinter die Reitschule gestellt. «Wenn die Stadt schon so oft Ja gesagt hat, dann ist es nur logisch, dass man jetzt auch zum Gebäude schaut», findet Brigitte Hilty Haller (Grüne Freie Liste). Die Stadt sei schliesslich auch Eigentümerin des Gebäude-Komplexes.

Brigitte Hilty Haller steht in der Grossen Halle der Reitschule
Legende: Brigitte Hilty Haller von der Grünen Freien Liste: «Die Reitschule gehört zu Bern.» Brigitte Mader/SRF

So wurde im Stadtparlament argumentiert

Dafür
Dagegen
Die Stadt Bern ist Eigentümerin des Gebäudes. Also muss sie auch dazu schauen.
Die Betreiber der Reitschule stehen dem Staat sehr kritisch gegenüber. Warum soll die Stadt also weitere drei Millionen Franken investieren?
Die Investitionen in Brandschutz und Kanalisation braucht es, wenn die Liegenschaft in einem guten Zustand erhalten werden soll.
Immer wieder ist die Reitschule Rückzugsort für gewalttätige Demonstranten. Auf die Sanierung soll man deshalb verzichten, andernfalls besteht die Gefahr, dass die Zufluchtsmöglichkeiten noch verbessert werden – durch die baulichen Anpassungen.
Die Grosse Halle ist ein wertvoller Freiraum in der politischen und kulturellen Landschaft der Stadt. Und die Kosten für die Sanierung sind vergleichsweise tief.
Die Stadt sollte alle Kulturbetriebe gleich behandeln. Erst wenn sichergestellt ist, dass die Reitschule sämtliche Vorschriften punkto Lärmschutz, Sicherheit und Denkmalpflege einhält, ist eine Sanierung angemessen.

Am 10. Juni entscheidet die Stadtberner Stimmbevölkerung.

Zweite Vorlage

Weiter geht es um die stillgelegte Tongrube einer Ziegelei im Westen der Stadt Bern. Die Grube soll nun wieder aufgefüllt werden. Weil dort Inertstoffe deponiert werden sollen, braucht es eine Zonenplanänderung. Seit der Stilllegung haben sich zahlreiche seltene Tier- und Pflanzenarten angesiedelt. Nach dem Auffüllen soll dort offiziell ein Naturschutzgebiet entstehen.

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6 Kommentare

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  • Kommentar von Andreas Hofer  (Bubu66)
    Ich bin auch schon ü50 und gehe da auch nur sporadisch hin .
    Aber ist immer eine Freude wie sich die jungen Menschen Mühe geben .
    Ob Essen ,Theater oder Konzerte im Dachstock.....
    zb Züri West letzten Herbst
    schön gibt es das noch in unserer Welt .
    Der Vorplatz ist eine andere Geschichte .

    Hopp Yb
  • Kommentar von Sascha Freitag  (SF)
    Stacheldraht auf dem Dach = Kultur? Ich würde jedes mal am liebsten genau dort umdrehen, wenn ich nach Bern hinein fahren muss.
  • Kommentar von pedro neumann  (al pedro)
    Abreissen wäre die billigste Lösung!
    1. Antwort von Franz NANNI  (igwena ndlovu)
      Ja ich denke auch so, aber andernseits muss man auch den Aufmuepfigen und Ueberkritischen gegenueber tolerant sein... wenns nicht anbrennen soll, muss kraeftig geruehrt werden... und die "Alternativen und Alternaiven" ruehren kraeftig... die braucht es! Irgendwie!
    2. Antwort von Udo Gerschler  (UG)
      Würde ich nicht.Dieser Schandfleck ist das beste Beispiel wie die Schweiz aussehen würde wenn solche Leute zu viel Macht bekommen.