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Langmattstrasse - pro und contra
Aus Regionaljournal Basel Baselland vom 23.10.2019.
abspielen. Laufzeit 05:38 Minuten.
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Abstimmung Ein Streit um 260 Meter Beton

Das Baselbieter Stimmvolk entscheidet über die Langmattstrasse in Oberwil

Es geht bloss um 260 Meter Strasse bei der Abstimmung am 23. November. Je kürzer die Strasse, desto heftiger ist aber der Streit, hat man als Beobachter den Eindruck.

Die Langmattstrasse, über die abgestimmt wird, ist eine Querspange im Leimental. Sie solle dafür Sorgen, dass es weniger Stau gibt, sagt FDP-Landrat und Befürworter Andreas Dürr: «Im Leimental haben wir eine prekäre Verkehrssituation und die Langmattstrasse ist ein Puzzlestein, um das Strassennetz zu stabilisieren.»

Nicht mehr über Tramschienen fahren

Die neue Strasse komme aber auch dem Öffentlichen Verkehr zugute, weil die Autos bei der Langmattstrasse nicht über Tramschienen fahren müssten wie bei allen anderen Querverbindungen im Leimental. Geplant ist nämlich eine Unterführung.

Eine neue Strasse, das bedeutet jedoch immer auch ein Verlust von Grünflächen. Andreas Dürr findet: Dort, wo die Strasse geplant sei, befinde sich heute kein wertvolles Grüngebiet. «So grün, wie es heute ist, bleibt es nicht. Dabei handelt es sich nämlich um eingezontes Gewerbegebiet.»

Bürgerliche dafür, Linke dagegen

Hinter dem Strassenprojekt stehen die bürgerlichen Parteien. Sie haben ihm im Landrat zugestimmt. Umwelt- und Verkehrsverbände haben jedoch zusammen mit den Grünen und der SP das Referendum ergriffen, daher kommt es nun zur Volksabstimmung.

Die Strasse bringe nichts und sei in Oberwil selber unerwünscht, sagt Tanja Haller, GLP-Präsidentin von Oberwil. «Mit dem Ausbau der Langmattstrasse wird ein Wohnquartier in der Gemeinde entwertet. Zudem ginge ein wertvoller Naherholungsraum zunichte gemacht.»

Strasse kostet Millionen

Ausserdem sei die Strasse viel zu teuer. Wie teuer, ist zwar noch offen. In der politischen Diskussion werden zahlen von 5 bis 13 Millionen Franken gehandelt. Bei der Abstimmung geht es nämlich nur darum, ob man die Strasse weiter planen möchte, ob sie in den Richtplan aufgenommen werden soll.

Für Tanja Haller ist aber schon jetzt klar: «Die Kosten werden in keinem Verhältnis zum Nutzen stehen.» Der Nutzen sei nämlich bescheiden, weil es heute schon genug Querverbindungen im Leimental gebe.

In Oberwil sind auch Bürgerliche dagegen

Es kämpfen aber nicht nur linke und grüne Verbände und Parteien gegen die Verlängerung der Langmattstrasse. In Oberwil sind auch die Bürgerlichen dagegen. Allen voran der ehemalige Gemeindepräsident Rudolf Mohler (FDP). «Die Gemeindeversammlung in Oberwil hat in der Vergangenheit schon fünfmal Nein gesagt zu dieser Strasse. Wenn man jetzt diese Strasse baut, ist es eine Missachtung der Demokratie.»

Übersichtskarte aus dem Abstimmungsbüchlein des Kantons.
Legende: Übersichtskarte aus dem Abstimmungsbüchlein des Kantons. zVg
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2 Kommentare

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  • Kommentar von Bendicht Häberli  (bendicht.haeberli)
    Persönlich bin ich gegen jede zusätzliche Vernichtung von Grünfläche. Ausnahme: Wenn die Möglichkeit bestünde, die 260m2 an einem andern Ort wieder zu begrünen (zB ein altes Fabrikareal, eine wenig benutzte asphaltierte Strasse usw. Hinweis: Dieses Modell wird ja beim Wald schon lange angewendet, warum nicht auch bei den übrigen Grünflächen??!!!
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  • Kommentar von Bruno Hochuli  (Bruno Hochuli)
    Es geht immer um das Gleiche. Es sind ja nur 260m Beton usw. Leider haben viele nur xxx Meter auch eine grosse Auswirkungen auf unsere Lebensqualität. Wir opfern zu viel dem Verkehr.
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