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Legende: Video Wird die Sonderjagd abgeschossen oder bleibt sie? abspielen. Laufzeit 06:15 Minuten.
Aus Schweiz aktuell vom 29.04.2019.
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Abstimmung Graubünden Nötig oder unethisch – Sonderjagd bewegt Gemüter

Seit gut 30 Jahren gibt es in Graubünden die Sonderjagd. Wenn die Abschusszahlen während der regulären Jagdsaison nicht erreicht werden, setzt die Bündner Regierung für die Monate November und Dezember eine Sonderjagd an. Diese Jagd erhitzt aber seit Jahren die Gemüter. Nun kann sich die Bevölkerung am 19. Mai dazu äussern.

Sonderjagdinitiative beschäftigt seit 5 Jahren

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Die Sonderjagdinitiative war 2013 mit einer Rekordzahl von über 10'000 Unterschriften eingereicht worden. Die Bündner Regierung hatte dem Parlament 2014 beantragt, die Initiative für ungültig zu erklären. Dies tat der Rat im Februar 2015 mit 79 zu 36 Stimmen. Gegen diesen Entscheid zogen die Initianten bis vor Bundesgericht und bekamen Ende 2017 recht. Nun kommt das Begehren doch noch vor das Stimmvolk.

Hauptinitiant der «Initiative zur Abschaffung der Sonderjagd» ist Christian Mathis, Jäger aus dem Prättigau zusammen mit verschiedenen Unterstützern. Die Gegnerseite wird repräsentiert von einer Allianz aus Vertretern des Waldes, der Bauern und die Jägerschaft.

Ethisches Argument

Initianten: Während der Sonderjagd komme es immer wieder zu «moralisch und ethisch verwerflichen Szenen», da verschiedene Regeln der Hochjagd ausser Kraft seien, argumentieren die Initianten. Zum Beispiel werden trächtige Tiere erlegt.

Gegner: Die Gegner der Initiative lassen dieses Argument nicht gelten. Die Tiere würden so oder so erlegt. Ob Ende Oktober oder Anfang Dezember mache keinen Unterschied.

Argument der Notwendigkeit

Initianten: Die Gegner der Sonderjagd schlagen vor, die Wildschutzgebiete, die sogenannten Asyle, zu verkleinern und die Hochjagd um vier Tage zu verlängern. Sie sind überzeugt, dass die Abschusszahlen so erreicht würden und eine Sonderjagd nicht mehr nötig wäre.

Gegner: Die vom Kanton vorgegebenen Abschusszahlen bei der Hirschpopulation könne man nur während der Sonderjagd erreichen, sagen die Befürworter der Sonderjagd. Sie stützen sich auf Studien, welche besagen, dass viele Hirsche erst im Spätherbst von Österreich nach Graubünden einwandern.

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5 Kommentare

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  • Kommentar von max baumann  (phönix)
    Lasst endlich Wolf, Bär und Luchs den Wildbestand regeln. Die jagen nämlich Alte und Kranke Tiere und sorgen für einen gesunden Bestand. Im Gegensatz zum Menschen der vor allem Gesunde Prächtige Tiere erlegen will.
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  • Kommentar von M. Kaiser  (Klarsicht)
    Lasst endlich den Wolf zu und die Sache regelt die Natur von selbst, überall wo der Mensch seine Finger drin hat, beginnt das Chaos zu wüten. Aber zu gierig lieber selbst das ganze Wild verzehren als einigen Wölfen lassen.
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  • Kommentar von Ursula Jost  (Uschi)
    Natürlich braucht's die Sonderjagd!
    Die Schäden in den Wäldern sind sonst immens.
    Die Tiere sind im Ausland auch nicht dumm und wir "füttern" fremde, heisst ausländische Hirsche und Rehe durch.
    Ich habe nichts gegen das Wild, im Gegenteil, aber ein regulativer Eingriff ist notwendig.
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