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Abstimmungen TG Lehrplangegner wollen Thurgauer Regierung Kompetenzen entziehen

Im Kanton Thurgau sollen das Parlament und das Volk bei Lehrplanfragen mitreden können. Ein Initiativ-Komitee will so den Lehrplan 21 verhindern.

Legende: Audio Kontroverse um Lehrplan (8.11.16) abspielen. Laufzeit 4:27 Minuten.
4:27 min, aus Regi Ostschweiz vom 08.11.2016.

«Ja zu einer guten Volksschule» lautet der Titel der Initiative, die im Kanton Thurgau am 27. November zur Abstimmung kommt. Hinter dem Volksbegehren steht ein breit abgestütztes Komitee, das aus Politikern aller Couleur besteht. Unterstützt wird die Forderung auch von Lehrern und Eltern. Das Komitee kämpft damit gegen die Einführung des Lehrplans 21.

Die Hauptargumente:

  • Die Schulentwicklung der letzten 20 Jahre habe sich negativ auf die Volksschule ausgewirkt
  • Engagierte Lehrpersonen seien frustriert, weil sie keine Methodenfreiheit durch die zahlreichen Reformen mehr hätten
  • Der Kanton Thurgau habe Harmos abgelehnt – dennoch wolle die Regierung die Schulreform umsetzen

Praktisch alle Parteien und auch die Thurgauer Regierung lehnen die Initiative ab und halten an der Einführung des neuen Lehrplans fest.

Das Nein-Komitee sagt:

  • Die Schule soll Kinder individuell fördern und fordern
  • Der Lehrplan müsse aufgrund der Veränderungen der Gesellschaft angepasst werden
  • Ein eigener Lehrplan würde die Kosten in die Höhe treiben

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1 Kommentar

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  • Kommentar von Simon Suter (Simi)
    Es ist in allen Kantonen das Gleiche. Die LP21-Gegner haben keine inhaltlich stichfesten Argumente, darum wollen sie ihn mit populistischer Stimmungsmache und erzwungenen Volksentscheide kippen. Dabei würde das genau das Gegenteil bringen, von dem was sie fordern: höhere Kosten, Chaos, Unumsetzbarkeit, ... Die Schule ist nicht wegen den Reformen teurer und problematischer geworden, sondern sie konnte die gesellschaftlichen Entwicklungen dank den Reformen meistern, wenn auch zu einem Preis.
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