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Initiative will Wolf, Luchs und Bär leichter abschiessen lassen
Aus Schweiz aktuell vom 21.01.2019.
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Abstimmung Kanton Uri Initiative will Wolf, Luchs und Bär an den Kragen

Am 10. Februar stimmt Uri über die Initiative «Zur Regulierung von Grossraubtieren im Kanton Uri» ab. Ob sie allerdings etwas bewirken würde, ist fraglich.

Die Initianten – Schafzüchter und Jäger – möchten in der Urner Verfassung zwei Sätze neu festschreiben: «Der Kanton erlässt Vorschriften zum Schutz vor Grossraubtieren und zur Beschränkung und Regulierung des Bestands. Die Förderung des Grossraubtier-Bestands ist verboten.»

Dabei träumen die Initianten konkret davon, dass der Bund nichts mehr zur Bejagung dieser geschützten Tierarten zu sagen hätte. «Die Idealvorstellung wäre, dass die Kantone neu die Kompetenz erhalten, selbstständig über Abschüsse von Wolf, Luchs und Bär entscheiden zu können», erklärt Mitinitiant und SVP-Landrat Christian Arnold aus Seedorf.

Grafik, welche die Zahl der Wolfsrisse im Kanton Uri zeigt.
Legende: Grafik: SRF

Der Landrat empfiehlt das Volksbegehren mit 49 zu 8 Stimmen zur Annahme. Regierung sowie SP und Grüne lehnen es ab. Raphael Walker, Grüner Landrat aus Altdorf, sagt: «Der Umgang mit Grossraubtieren ist auf Bundesebene geregelt, Kantone haben hier keinen Spielraum. Man streut den Befürwortern Sand in die Augen, wenn man sagt, mit einem Ja zur Initiative würde sich die Situation ändern.»

Dies unterstreicht auch der Urner SP-Sicherheitsdirektor Dimitri Moretti: «Wir können das Bundesgesetz nicht noch schärfer anwenden; wir reizen die gesetzlichen Möglichkeiten, wie etwa beim Schwellenwert, beim Abschuss-Perimeter oder beim Zählen gerissener Schafe, schon heute voll aus.»

Eine Annahme der Initiative hätte eine Signalwirkung nach Bern.
Autor: Christian ArnoldSVP-Landrat und Mitinitiant der Grossraubtier-Initiative

Für Mitinitiant Arnold ist dabei klar, dass auch nach einer gewonnenen Abstimmung nicht gerade Wölfe abgeschossen werden könnten. «Eine Signalwirkung nach Bern hätte die Annahme dieser Initiative aber schon. Das eidgenössische Jagdgesetz wird ja diesen Frühling/Sommer im Nationalrat behandelt.»

Tatsächlich würde bei einem Urner Ja vorerst am Umgang mit Grossraubtieren nichts ändern. Erst wenn die eidgenössischen Räte das bestehende Jagdgesetz lockern würden, ginge es Wolf und Co. auch im Urnerland eher an den Kragen.

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3 Kommentare

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  • Kommentar von Pia Müller  (PiMu)
    Vor 10 Jahren war mir das "Hoch auf den Wolf" schon ungeheuer. Nicht, weil ich den Wolf nicht mag, doch das Vorgehen - nicht nur in Uri - GEGEN den Wolf, sogar Luchs und auch Bär zeigt doch, dass die entsprechenden Schützer nicht an diese Wildtiere gedacht haben. Nun stehen sie auf der Abschussliste - und können nichts dafür, dass es in der Schweiz nicht genügend Raum für sie gibt. Traurig, obwohl diese Wildtiere keinem Menschen schaden !!!
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  • Kommentar von Alex Bauert  (A. Bauert)
    36'299 EinwohnerInnen hat der Kanton Uri. Die paar Nasen sind nicht alle stimmberechtigt und wollen der ganzen Schweiz vorgeben, was zu tun ist? Sorry, Realsatire aus der Innerschweiz pur. Ein gutes Beispiel, wie sich ein Kanton lächerlich machen kann, indem er anklingen lässt, dass Bern nicht interessiert. Naja, ausser Bern zahlt Subventionen für alles mögliche.
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  • Kommentar von Thomas Steiner  (Tom Stone)
    Da bin ich sprachlos.
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