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Verfassungsrat im Wallis Von Bergdörfern, Minderheiten und der Kirche

Das Interesse an der Zukunft des Kantons Wallis ist gross. 600 Personen wollen die Kantonsverfassung mitgestalten.

Die Walliserinnen und Walliser wählen am 25. November 130 Mitglieder für einen Verfassungsrat. Dieser soll innerhalb der nächsten vier Jahre die aus dem Jahr 1907 stammende Kantonsverfassung überarbeiten.

Neu sollen in der Walliser Kantonsverfassung Themenbereiche wie Kinderrechte, die Gleichstellung von Mann und Frau, nachhaltige Entwicklung, Ausländerintegration oder der Datenschutz berücksichtigt werden. Veraltete Domänen wie etwa die Getreideversicherung oder regionale Krankenstationen sollen dagegen aus dem Grundrechtekatalog gestrichen werden.

Von der Abstimmung zur Wahl

Am 4. März 2018 hat das Walliser Stimmvolk die Initiative «Für eine Totalrevision der Verfassung des Kantons Wallis vom 8. März 1907» angenommen. Gleichzeitig hat es beschlossen, die Aufgabe der Ausarbeitung einer neuen Verfassung einem Verfassungsrat anzuvertrauen, dessen Mitglieder vom Volk zu wählen sind.

Zur Wahl stehen rund 646 Bürgerinnen und Bürger. Ein Teil von ihnen vertritt die traditionellen politischen Parteien, andere stammen aus Bereichen wie Kultur, Wirtschaft, Sport und Sozialwesen. Ausserdem wurde auch der Wunsch des Initiativkomitees erhört, dass auf der Liste Frauen und Männer sowie jüngere und ältere Menschen ausgewogen vertreten sind.

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5 Kommentare

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  • Kommentar von Rolf Bolliger (jolanda)
    Die Mehrheit der 646 Kandidaten(innen) für den Verfassungsrat seien Bürger(innen) aus dem Gebiet Kultur, Wirtschaft, Sport und Sozialwesen! Es müssten hauptsächlich in der neuen Walliser Verfassung die Gebiete Gleichstellung Mann und Frau, Kinderrechte, Ausländerintegration, Datenschutz, usw. ,komplet neu erarbeitet und eingebaut werden! Was eine solche Zusammensetzung für die gesellschaftspolitische Zukunft im Wallis bedeuten wird, kann man schnell erkennen und besorgt in die Zukunft blicken!
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    1. Antwort von Daniel Hüppin (Daniel Hüppin)
      Rolf Bolliger: Ich finde dieses Vorgehen im Wallis richtig und sehe nicht ein, was daran Grund zur Sorge geben sollte. Ich wüsste nicht, was an dieser Zusammensetzung des Verfassungsrates falsch wäre. Vielleicht lassen Sie die einfach mal ihre Arbeit machen. Das Ergebnis kann man dann immer noch beurteilen. Wobei Nicht-Walliser dazu eigentlich sowieso nichts zu sagen haben.
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    2. Antwort von Charles Morgenthaler (ChM)
      Wieso besorgt Herr Bolliger? Die heutigen Bürger sind bestimmt weniger konservativ als jene die um 1907 die Kantosverfassung erstellten, aber garantiert nicht dümmer. Wer ständig nur auf Althergenbrachtem beharrt, hat keine Zulunft.
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    3. Antwort von Rolf Bolliger (jolanda)
      Natürlich darf (muss) man nach 111 Jahren eine Kantonsverfassung überarbeiten, Herr Hüppin und Herr Morgenthaler. Ich mache mir bloss grosse Sorgen, weil diese Erneuerer(innen) offenbar ausschliesslich aus linksgerichteten Kreisen der Sozial-Industrie und aus der Wachstums-Wirtschaft stammen und hauptsächlich nur linke Anliegen in die Verfassung einbauen wollen! Ein Kanton muss zuerst Werte und Geld verdienen, bevor er die soziale Wohlfahrt und die Globalisierungs-Euphorie finanzieren kann!
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    4. Antwort von Daniel Hüppin (Daniel Hüppin)
      @Rolf Bolliger: Für Sie ist man wahrscheinlich noch schnell mal zu links. Aber ich traue es dem Walliser Stimmvolk schon zu, dass es einen ausgewogenen Verfassungsrat wählen wird, der dann auch eine moderne und an die heutige Zeit angepasste Verfassung ausarbeiten wird. Wie sich der Verfassungsrat zusammensetzt, weiss man ja erst nach den Wahlen. Also ist Ihre Aversion gegen links in diesem Fall meiner Meinung nach voreilig und übertrieben.
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