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Abstimmungen ZG Zuger Jahrhundert-Projekt vor Abstimmung

Der Kanton Zug stimmt am 14. Juni 2015 über den Stadttunnel für 890 Millionen Franken ab. Für die Gegner ist das Projekt zu teuer und verlagert den Verkehr. Für die Befürworter geht es um eine lebenswerte Zuger Innenstadt der Zukunft.

Die Stadt Zug ächzt unter dem Verkehr - täglich stehen nicht nur die Autos, sondern auch die Busse im Stau. Abhilfe schaffen soll der Stadttunnel. Dieser soll den Verkehr kanalisieren und die Stadt Zug entlasten.

Das Tunnelprojekt mit vier Tunnelarmen und einem unterirdischen Kreisel kostet 890 Millionen Franken. Der Tunnelbau alleine beläuft sich auf 480 Millionen Franken. Kosten verursachen weiter die Zufahrtsstrecken, den Abtransport des Materials aus dem Berg, aber auch die Entschädigungen für Landbesitzer schlagen mit 140 Millionen Franken zu Buche.

Stadttunnel und Sparpaket

Gegner des Stadttunnels wollen anstelle des 100 Millionen-Sparpakets des Kantons lieber beim Stadttunnel sparen. Befürworter argumentieren, dass die Kosten für den Stadttunnel erst anfallen, wenn das Zuger Sparpaket bereits Geschichte ist.

Geologisch ist das Gebiet zwischen Zugersee und Zugersee «anpruchsvoll», sagt der Zuger Kantonsingenieur Urs Lehmann. Dank Bohrungen wisse man aber «ganz genau was uns erwartet». Deshalb ist Urs Lehmann auch überzeugt, dass man «im Kostenrahmen bleiben» werde.

Lebenswerte Zuger Innenstadt

Am Postplatz mitten in der Stadt Zug werden täglich 20'000 Fahrzeuge gezählt. Diese Anzahl soll mit dem geplanten Stadttunnel massiv reduziert werden auf 1'000 Fahrzeuge pro Tag. Dies haben Computersimulationen der Baudirektion ergeben.

Der Postplatz soll als Riegel fungieren, den die Fahrzeuge nicht passieren können. So sollen die Autofahrer in den Stadttunnel gezwungen werden. Die Zuger Innenstadt vom Casino bis zum Bahnhof soll verkehrsarm werden. Busse, Taxis und Gewerbetreibende sollen allerdings noch fahren können.

Über den Zuger Stadttunnel und das Zentrum Plus stimmt der Kanton Zug am 14. Juni 2015 an der Urne ab.

Regionaljournal Zentralschweiz, 17:30 Uhr

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1 Kommentar

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  • Kommentar von Jacob de Vries, Allenwinden
    Zum Stadtunnel Zug: Abgesehen vom viel zu grossem und teurem Projekt, hat die Vorlage grosse demokratische Mängel: Abgestimmt wird über ein Projektkredit; Was dann daraus wird ist den Planern überlassen, und kann nicht mehr in Frage gestellt werden. Bei einem "Generationenprojekt" sollte die kommende Generation auch noch etwas zu sagen haben; hat sie aber nicht, sie darf nur noch bezahlen. Dass bei Ablehnung gar nichts mehr geht, ist schlechter Stil und fast eine Art Erpressung.
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