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Energiesteuer-Initiative Energie- statt Mehrwertsteuer? Nein danke, sagt das Volk

Nicht einmal ein Drittel der Bevölkerung würde zurzeit für die Energiesteuer-Initiative der GLP ein Ja in die Urne legen. Das geht aus der SRG-Umfrage hervor. Eine solche Ausgangslage sei fatal, sagt Politologe Claude Longchamp.

Mit der Volksinitiative «Energie- statt Mehrwertsteuer» will die Grünliberale Partei Schweiz (GLP) eine Steuer auf alle nicht erneuerbaren Energieträger erheben: Erdöl, Kohle, Erdgas und Atomstrom. Das Ziel: Den Umstieg auf erneuerbare Energiequellen forcieren und zum Stromsparen motivieren. Die Energiesteuer soll die Mehrwertsteuer ablösen.

Das Vorhaben der GLP wird aber wohl eine Utopie bleiben. Rund sechs Wochen vor der Abstimmung am 8. März sprechen sich 58 Prozent gegen die Initiative aus. 29 Prozent – nur halb so viele – sagen Ja. Das zeigt die SRG-Umfrage, die das Forschungsinstitut gfs.bern durchgeführt hat.

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«Ja zum Energiesparen, Nein zum vorgeschlagenen Weg»
Aus News-Clip vom 30.01.2015.
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Das Anliegen findet allein bei der Wählerschaft der Grünen Zustimmung (74 Prozent). Alle anderen Befragten – auch Personen ohne Parteiinteressen – lehnen die Vorlage sehr deutlich ab. Für eine Aussage über die Basis der GLP ist die Stichprobe nicht genügend gross.

«Das ist eine fatale Ausgangslage für eine Volksinitiative», kommentiert Claude Longchamp das Ergebnis. Der Leiter des gfs.bern sieht das Anliegen beim Volk praktisch chancenlos. Denn üblicherweise nehme die Zustimmung zu einer Volksinitiative im Verlaufe der Kampagne ab – um durchschnittlich acht Prozentpunkte. Keine erfreulichen Aussichten für die GLP.

Zwar findet ihr Argument, die Initiative setze Anreize zum Energiesparen, durchaus Zustimmung unter den Befragten. Dennoch scheint für diese die Energiesteuer-Initiative der Holzweg zu sein, denn die Vorlage schürt auch Ängste: Die Befragten befürchten, die Abschaffung der Mehrwertsteuer berge ein unkalkulierbares Risiko. Zudem seien mit sinkendem Energieverbrauch Steuerausfälle vorprogrammiert. «Ja zum Energiesparen, aber nein zum vorgeschlagenen Weg», lautet die Einschätzung des Politologen.

Was auffällt: Die SP stimmt der Initiative nicht zu. Doch eine Initiative, die von links komme, müsse alle Parteien von links bis zur Mitte mobilisieren können, damit sie überhaupt eine Chance habe, so Longchamp.

Nicht einmal der GLP-Präsident glaubt an die Annahme.
Autor: Claude LongchampPolitologe

Kann die GLP das Ruder überhaupt noch herumreissen? Der Leiter von gfs.bern ist skeptisch: «Wenn noch etwas in der Meinungsbildung geschieht, dann wohl eher zu Ungunsten dieser Initiative.» Das Ja werde tendenziell weiter abnehmen, das Nein ganz sicher weiter zunehmen. Das bedeute, dass Unschlüssige die Vorlage im Zweifelsfalle ablehnen werden.

Die Initiative war bereits im Parlament chancenlos. Fast alle Parteien lehnen die Vorlage ab. «Es glaubt eigentlich niemand – nicht einmal der GLP-Präsident – an ihre Annahme», resümiert Longchamp. «Schlechter kann eine Initiative nicht starten.»

Die Eckwerte der SRG-Umfrage

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Die Trendbefragung hat das Forschungsinstitut gfs.bern zwischen dem 19. und dem 24. Januar 2015 im Auftrag der SRG SSR bei 1208 Personen durchgeführt. mehr

Hohe Stimmbeteiligung erwartet

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Die Hälfte der Befragten gab an, am 8. März abstimmen zu wollen. Eine so hohe Bereitschaft gab es noch nie in dieser Legislatur. Die Themen interessieren, zudem ist die Stimmbereitschaft aufgrund der vielen spannenden Vorlagen 2014 gestiegen.

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Rettet die SVP die CVP-Initiative? mehr

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13 Kommentare

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  • Kommentar von Andreas Schaub , Saillon
    zum Glück und Gott bewahr's
  • Kommentar von Barbara Frei , Pfäffikon
    Mit dieser Initiative zeigen die Grünen wieder einmal wie Naiv sie sind und dass sie jeden Bezug zur Realität verloren haben. Wer die Natur schützen und bewahren will wählt SVP!
    1. Antwort von M.Müller , Zürich
      @Frei, ich suche mit der Lupe was an der SVP grün ist. Vielleicht hat der Mist vom Zottel ein wenig grün drin. Finden Sie den SVP Kernenegie Generationen Betrug grün oder was? Helfen Sie mir das zu verstehen. Finden Sie es nicht gut wenn Sie auf allen Produkten im Gegenzug 8% MwSt einsparen?
  • Kommentar von Christian Lüthi , Bern
    Die Energie- statt Mehrwertsteuer Initiative bringt Einfuhrabgaben für Erdöl und Erdgas. Und Rückerstattungen beim Export von Schweizer Produkten. - Ein Vorteil für die Umwelt und für die Schweiz.