Zum Inhalt springen

Darüber wird abgestimmt Die Fair-Food-Initiative in Kürze

Was würde sich ändern? Welche Argumente bringen Befürworter und Gegner ins Spiel?

Legende: Video Die Fair-Food-Initiative kurz erklärt abspielen. Laufzeit 00:40 Minuten.
Aus News-Clip vom 02.03.2018.

Am 23. September 2018 entscheiden Volk und Stände über die Volksinitiative «Für gesunde sowie umweltfreundlich und fair hergestellte Lebensmitte (Fair-Food-Initiative)».

Ziel der Vorlage

Die Initiative verlangt ein grösseres Angebot an Lebensmitteln, die umweltschonend, tierfreundlich und unter fairen Arbeitsbedingungen hergestellt werden.

Neu

Bei Annahme der Initiative werden für die Lebensmittelbranche bestimmte Standards bezüglich Tierschutz, Ökologie und Arbeitsbedingungen festgelegt. Diese gelten auch für importierte Produkte. Fleisch und Eier aus industrieller Massentierhaltung zum Beispiel könnten nicht mehr eingeführt werden.

Drei Argumente dafür

Fast die Hälfte der Lebensmittel werden importiert. Auch bei diesen Lebensmitteln soll man sich sicher sein, dass sie von guter Qualität sind.

Die Initiative fördert die Produktion regionaler und saisonaler Lebensmittel. Dies ist ökologisch sinnvoller und davon profitieren die Schweizer Bauern, da deren Produkte stärker nachgefragt werden.

Die Schweiz soll ihre Verantwortung wahrnehmen und nach Möglichkeit dafür sorgen, dass Tiere im Ausland genau so gut geschützt werden wie in der Schweiz.

Drei Argumente dagegen

Die Kontrollen, ob die Vorschriften im Ausland eingehalten werden, sind sehr aufwendig. Das führt zu teureren Produkten.

Durch die hohen Anforderungen werden Familienbetriebe gefährdet, welche die neuen Bestimmungen wegen fehlender finanzieller Möglichkeiten nicht erfüllen können.

Erhöhte Lebensmittelstandards für importierte Produkte können zu Konflikten mit der EU oder er Welthandelsorganisation WTO führen.

Empfehlung von Regierung und Parlament

Bundesrat und Parlament empfehlen, die Fair-Food-Initiative abzulehnen. Im Nationalrat sprachen sich 139 Mitglieder gegen die Initiative aus, 37 dafür und 17 enthielten sich. Im Ständerat wurde die Initiative mit 34:1 Stimmen abgelehnt bei 7 Enthaltungen.

Parolen der acht grössten Parteien zur Fair-Food-Initiative

JA
SP | Grüne | EVP
NEIN
SVP | FDP | CVP | BDP
Stimmfreigabe
GLP

Keine wichtigen News verpassen

Erhalten Sie die wichtigsten Nachrichten per Browser-Push-Mitteilungen.

Push-Benachrichtigungen sind kurze Hinweise auf Ihrem Bildschirm mit den wichtigsten Nachrichten - unabhängig davon, ob srf.ch gerade geöffnet ist oder nicht. Klicken Sie auf einen der Hinweise, so gelangen Sie zum entsprechenden Artikel. Sie können diese Mitteilungen jederzeit wieder deaktivieren.

10 Kommentare

Navigation aufklappen Navigation zuklappen

Sie sind angemeldet als Who ? (whoareyou) (abmelden)

Kommentarfunktion deaktiviert

Uns ist es wichtig, Kommentare möglichst schnell zu sichten und freizugeben. Deshalb ist das Kommentieren bei älteren Artikeln und Sendungen nicht mehr möglich.

  • Kommentar von Beppie Hermann (Eine rechte Grüne)
    "Fast 1/2 der Lebensmittel werden importiert" Gut, wenn sie zumindest in jeder Hinsicht fair wären. Aber es ist zu viel und macht abhängig. Kein Land sollte mehr Bevölkerung zulassen, als es selber durchfüttern kann. Jeder weiss um die Bevölkerungsexplosion in Entwicklungsländern, was, wenn diese uns wegen Eigenbedarf die Agrarflächen zurückfordern, Pachtverträge kündigen oder nichts mehr liefern? Einfach weiterhin wie ein Entwicklungsland jährlich um 1.2% wachsen? Irgendwann geht uns alles aus.
    Ablehnen den Kommentar ablehnen
    1. Antwort von Daniel Bucher (DE)
      Weshalb sollen alle Lebensmittel fair produziert sein? Ist es ihr Handy oder ihr PC? Wohl kaum. Die Schweiz ohne Importe (Futter oder Lebensmittel) zu ernähren ist seit vielen Jahrzehnten nicht möglich. Selbst in der Anbauschlacht im 2. WK mussten Nahrungsmittel importiert werden.
      Ablehnen den Kommentar ablehnen
    2. Antwort von Beppie Hermann (Eine rechte Grüne)
      Weil es hier ums Thema Lebensmittel geht, fair gegenüber der Natur und Umwelt und den Nutztieren, und weil man weder Handy noch PC essen kann.
      Ablehnen den Kommentar ablehnen
  • Kommentar von Pia Müller (PiMu)
    Hr. U. Anderhub: Was heisst "ein gutes Stück Fleisch"?! Es sollte vor allem ein tiergerechtes Stück Fleisch sein. Ich esse 4x/Wo Fleisch, aber nur BIO - ich hoffe, nicht beschissen zu werden?! Ich habe keine Freude an Fleisch von gequälten, armen Masttieren, die bestimmt meiner Gesundheit nur schaden.
    Ablehnen den Kommentar ablehnen
  • Kommentar von A. Keller (eyko)
    Folgen der Fleischeslust. Harvard-Mediziner warnen: Wer täglich Fleisch, Wurst isst, verkürzt seine Lebenserwartung deutlich. Fleischmahlzeiten erhöhen das Risiko für Herzinfarkt, Schlaganfall, Diabetes und verschiedene Krebsleiden. Wer sich hingegen für gesündere Eiweissquellen entscheidet, hat gleich mehrere Vorteile davon und ist weniger gefährdet, chronisch krank zu werden oder gar früh zu sterben. Deshalb schon gar kein Fleisch aus Massentierhaltung aus dem Ausland.
    Ablehnen den Kommentar ablehnen
    1. Antwort von Daniel Bucher (DE)
      Merkwürdig, erst vo 2 Wochen hat mir mein Arzt geraten den Fleischkonsum nicht zu reduzierten infolge tiefem Vitamin B12 Mangel. Das ist gerade das Gegenteil von ihrer Behauptung. Veganer haben ebenfalls dieses Problem. Fleisch ist natürlich und auch notwendig.
      Ablehnen den Kommentar ablehnen