Widmer-Schlumpf lobt Vertrauen in Nationalbank

Die Wertbeständigkeit des Schweizer Frankens werde durch die glaubwürdige Geldpolitik der Nationalbank gesichert. Und nicht durch einen Mindestanteil Gold. Dies sagte Finanzministerin Eveline Widmer-Schlumpf in Bern vor den Medien zur Gold-Initiative.

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Widmer-Schlumpf freut sich über Vertrauen

1:44 min, vom 30.11.2014

Mit dem deutlichen Nein zur Initiative «Rettet unser Schweizer Gold» hat die Nationalbank ihre Handlungsfähigkeit bewahrt. Für Bundesrätin Eveline Widmer-Schlumpf widerspiegelt das Abstimmungsresultat das Vertrauen des Schweizer Stimmvolks in die Schweizerische Nationalbank.

Schaden für die Wirtschaft bei Ja

Die glaubwürdige Geldpolitik und damit die Wertbeständigkeit des Schweizer Frankens werde nicht durch Gold gesichert, sagte die Finanzministerin am Abend vor den Bundeshausmedien. Das Volk teile die Meinung des Bundesrates, dass Gold in der Geldpolitik seine Bedeutung verloren habe.

Mit dem Nein habe die Nationalbank nach wie vor den notwendigen Spielraum zur Sicherung der Preisstabilität und der wirtschaftlichen Entwicklung. Ein Ja hätte der Exportwirtschaft – und der Gesamtwirtschaft – geschadet, erklärte Widmer-Schlumpf.

Sendungsbeiträge zu diesem Artikel

  • Ende der Spekulationen um die Gold-Initiative

    Aus Tagesschau vom 19.11.2014

    Das Schweizer Stimmvolk wird wohl nicht an der Geldpolitik der Schweizerischen Nationalbank rütteln. Die Volksinitiative „Rettet unser Schweizer Gold“ wird aller Voraussicht nach abgelehnt.

  • Gold-Initiative: Warum sich die Nationalbank wehrt

    Aus 10vor10 vom 6.11.2014

    Die Nationalbank hat in den letzten Jahren Milliarden Fremdwährungen gekauft, um die Franken-Untergrenze zu verteidigen. Für die Initianten der Gold-Initiative ging sie damit ein zu grosses Risiko ein. Sie wollen, dass in Zukunft wieder vermehrt auf Gold als verlässlichen Wert gesetzt wird. Im «10vor10»-Studio stellt sich Nationalbank-Präsident Thomas Jordan kritischen Fragen.