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Darüber wird abgestimmt Die Hornkuh-Initiative in Kürze

Was würde sich ändern? Welche Argumente bringen Befürworter und Gegner ins Spiel?

Legende: Video Die Hornkuh-Initiative kurz erklärt abspielen. Laufzeit 02:51 Minuten.
Aus News-Clip vom 19.10.2018.

Am 25. November 2018 entscheiden Volk und Stände über die Initiative «Für die Würde der landwirtschaftlichen Nutztiere», kurz Hornkuh-Initiative.

Ziel der Vorlage

Die Initiative will Bauernfamilien dazu ermuntern, ihren Kühen und Ziegen die Hörner zu belassen. Heute tragen ungefähr drei von vier Kühen keine Hörner. Das vereinfacht die Haltung in Freilaufställen, weil das Risiko von Verletzungen reduziert wird. Das Entfernen der Hörner ist aber eine umstrittene Praxis.

Neu

Die Haltung von Tieren mit Hörnern ist mit höheren Kosten verbunden, darum will die Initiative, dass der Bund die Landwirte, die ihren Tieren die Hörner lassen, mit einem Beitrag unterstützt.

Drei Argumente dafür

Die Enthornung von Tieren ist eine schmerzhafte Praxis.

Die Initiative sieht keinen Zwang, sondern nur ein Anreizsystem für den Verzicht auf Enthornung vor.

Da die Haltung von Tieren mit Hörnern mit grösserem Aufwand verbunden ist, erhalten Landwirte eine Entschädigung.

Drei Argumente dagegen

Der Bund soll nicht in die Entscheidungsfreiheit der Bauern eingreifen.

Beiträge für Tiere mit Hörnern könnten dazu führen, dass wieder mehr Ställe gebaut werden, in denen die Tiere angebunden sind.

Kühe und Ziegen mit Hörnern erhöhen das Verletzungsrisiko für Mensch und Tier.

Empfehlung von Regierung und Parlament

Bundesrat und Parlament empfehlen, die Vorlage abzulehnen. Im Nationalrat stimmten 117 Mitglieder mit Nein, 49 befürworteten die Initiative (32 Enthaltungen). Im Ständerat fiel der Entscheid 33 zu 6 (5 Enthaltungen).

Parolen zur Hornkuh-Initiative

JA
SP | | Grüne | GLP | EVP
NEINSVP | FDP | CVP | BDP

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5 Kommentare

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  • Kommentar von Andi Capul (Idna)
    Nochmals für alle: Die Initiative verlangt KEIN Verbot sondern ein Anreizsystem. Die Initianten reden von 15mio in einem Gesammtbudget von 3'000mio! Das ist gerade ein halbes Prozent! Das Budget soll nicht erhöht werden. Die Bauern können nach wie vor frei entscheiden, ob sie ihre Tiere verstümmeln wollen oder nicht. Die Verfassung wird nur durch einen NEBENSATZ ERGÄNZT.
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    1. Antwort von Markus Vogel (goldamsel)
      Nach einer Annahme der Initiative würde kein Kalb weniger enthornt als vorher. Einzig ca 15 Mio Franken würden umverteilt. Dem Tierwohl wäre nicht gedient. Ein Enthornungsverbot, welches ins Tierschutzgesetz gehörte, würde auf Jahre verunmöglicht. Würde der Anreiz tatsächlich etwas bringen, müsste der umverteilte Betrag jährlich wachsen. Davon geht offenbar niemand aus, nicht mal die Initianten.
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    2. Antwort von Andi Capul (Idna)
      Mit einem Enthornungsverbot kämen unzählige Bauer in einen riesigen Stress und die Initiative hätte nur Ärger gemacht. Daher ist es die beste Lösung auf ein Anreizsystem zu setzen, damit ein langsames Umdenken stattfinden kann!
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    3. Antwort von Markus Vogel (goldamsel)
      Herr Capul: Mit Ihrer Antwort bestätigen Sie meine Analyse: Die Initiative ist so konzipiert, dass sich für kein Tier was ändert. Den einen wird Geld weggenommen und den anderen wird gegeben. Die Geprellten werden sich wehren. Es werden neue Begehrlichkeiten entstehen, die dazu führen, dass das Landwirtschaftsbudget aufgestockt werden muss. Fazit: Kühe mit Hörnern ok - Initiative NEIN.
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