Zum Inhalt springen

Initiative Grüne Wirtschaft Die Initiative «Für eine Grüne Wirtschaft» in Kürze

Was würde sich ändern? Welche Argumente bringen Befürworter und Gegner ins Spiel?

Legende: Video Die Vorlage im Detail abspielen. Laufzeit 02:51 Minuten.
Aus News-Clip vom 07.09.2016.

Ziel der Vorlage

Die Initiative verlangt, dass Bund, Kantone und Gemeinden Massnahmen ergreifen, damit die Wirtschaft die Ressourcen effizient nutzt und die Umwelt möglichst schont. Bis 2050 soll die Schweiz den Ressourcenverbrauch so weit verringern, damit die natürliche Kapazität der Erde nicht mehr überschritten wird.

Neu

In der Bundesverfassung soll ein «ökologischer Fussabdruck» der Schweiz verankert werden, der auf die Weltbevölkerung hochgerechnet eine Erde nicht überschreitet. Der Bund soll mittel- und langfristige Ziele definieren und diese mit den entsprechenden Massnahmen erreichen.

Drei Argumente dafür

  • Der Ressourcenverbrauch der Schweiz muss auf ein verträgliches Mass gesenkt werden, weil die Zerstörung der Lebensgrundlage unserer Kinder und Enkel gestoppt werden muss.
  • Die Schweiz soll im Umweltschutz wieder einen Spitzenplatz einnehmen. Dadurch werden die Innovation des Landes gefördert und regional Arbeitsplätze gesichert.
  • Mit der Initiative werden nachhaltige und qualitativ hochstehende Produkte unterstützt. Dies wirkt der Wegwerfkultur entgegen.

Drei Argumente dagegen

  • Die Konsumenten werden durch immer mehr Vorschriften und Verbote bevormundet.
  • Zusätzliche Regulierungen behindern Wettbewerb und Innovation. Dies ist schädlich für die Schweizer Wirtschaft und führt zu Wettbewerbsnachteilen.
  • Die Kosten der Umsetzung einer nachhaltigen und ressourceneffizienten Wirtschaft sind für die Schweiz nicht tragbar. Zudem entstenden höhere Preise, die auf die Konsumenten zurückfallen.

Empfehlung

Bundesrat und Parlament empfehlen die Initiative zur Ablehnung. Der Nationalrat hat die Initiative mit 128:62 Stimmen bei 2 Enthaltungen abgelehnt, der Ständerat mit 31 zu 13 Stimmen ohne Enthaltung.

Parolen zur Initiative «Für eine Grüne Wirtschaft»

Ja
Grüne | GLP | SP | EVP
NeinSVP | FDP | CVP | BDP | EDU

Keine wichtigen News verpassen

Erhalten Sie die wichtigsten Nachrichten per Browser-Push-Mitteilungen.

Push-Benachrichtigungen sind kurze Hinweise auf Ihrem Bildschirm mit den wichtigsten Nachrichten - unabhängig davon, ob srf.ch gerade geöffnet ist oder nicht. Klicken Sie auf einen der Hinweise, so gelangen Sie zum entsprechenden Artikel. Sie können diese Mitteilungen jederzeit wieder deaktivieren.

3 Kommentare

Navigation aufklappen Navigation zuklappen

Sie sind angemeldet als Who ? (whoareyou) (abmelden)

Kommentarfunktion deaktiviert

Uns ist es wichtig, Kommentare möglichst schnell zu sichten und freizugeben. Deshalb ist das Kommentieren bei älteren Artikeln und Sendungen nicht mehr möglich.

  • Kommentar von A. Moser (AM)
    Das Problem ist nicht die Initiative an sich - sondern unsere Politiker, die sie nie und nimmer sinnvoll umsetzen werden! Vielleicht hätten die Initianten sie doch etwas genauer definieren sollen? Anstatt die vorhandenen Mittel in sinnvolle Forschung, Startups und Innovation "umzulenken" und langfristig etwas zu bewegen, werden wir Bürger ganz einfach "zur Kasse gebeten werden" damit sich die CH irgendwo auf der Welt ein "reines Gewissen kaufen kann (CO2-Handel lässt grüssen)!
    Ablehnen den Kommentar ablehnen
  • Kommentar von Max Blatter (maxblatter)
    Inzwischen habe ich meine Meinung gebildet. Der eigentliche Verfassungsartikel ist absolut vernünftig: Der Bund MUSS Ziele zur "nachhaltigen und ressourceneffizienten" festlegen; der Bund KANN zu ihrer Erreichung die aufgezählten Masssnahmen ergreifen. Beides ist richtig und sinnvoll. Doch dann die Übergangsbestimmung: Bis 2050 muss der ökologische Fussabdruck den "Sollwert" erreicht haben. Das ist mir zu starr und zu unflexibel. Ich kann deswegen nur leer einlegen. Eigentlich schade!
    Ablehnen den Kommentar ablehnen
  • Kommentar von Dölf Meier (Meier Dölf)
    8 Millionen CH-Einwohner der Schweiz gegen die 7,5 Milliarden anderen Erdenbewohner. Wir sind der Globalisierung ausgesetzt und die Anderen produzieren bereits günstiger. Wollen wir uns unnötige, unwirksame Fesseln auflegen, die bürokratisch, kostenintensiv zu überwachen sind und unseren Wohlstand zerstören?
    Ablehnen den Kommentar ablehnen