In der Jurafrage ist die Jugend gespalten

Am 24. November stimmen der Kanton Jura und der Berner Jura über einen gemeinsamen Kanton ab. Die Befürworter hoffen auf die Jugend. Doch zwischen den jungen Bernjurassiern und den Jugendlichen im Kanton Jura bildet sich ein Graben, wie schon vor 40 Jahren bei der ersten Jura-Abstimmung.

Fünf junge Männer an einem Tisch im Gartenrestaurant. Darauf stehen Gläser und Aschenbecher. Bild in Lightbox öffnen.

Bildlegende: Junge Jurassier vor dem Bahnhof Delsberg. Sie sind sich in der Jurafrage uneins. SRF

Seine Eltern hätten für die Freiheit des Juras vom Kanton Bern gekämpft und später auch für die Vereinigung mit dem Berner Jura, sagt der 19jährige Lucien. Der Schüler sitzt auf einer Terrasse im jurassischen Delsberg: «Die Jungen müssen diesen Kampf fortführen.»

Sein Schulkamerad, der 19jährige Vincent, stimmt auch für die Wiedervereinigung. Obwohl: «Eigentlich gehe ich nie in den Berner Jura und kenne dort auch niemanden.»

Am Tisch daneben sitzt die 19jährige Magali. Sie ist für die Gründung eines neuen Kantons. Doch sie glaubt nicht wirklich daran. Bern kümmere sich zwar nicht um den Berner Jura. Doch die Bernjurassier wollten trotzdem Berner bleiben. «Von Bern wegzugehen würde sie viel Geld kosten», sagt die junge Frau.

Klare Ablehnung

Der 23jährige Strassenbauer Cédric ist in Tramelan aufgewachsen. «Die heutige Kantonsgrenze solle bestehen bleiben», findet er. Und auch die 21jährige Studentin Camille will nichts von einer Wiedervereinigung wissen: «Ich werde Nein stimmen.» Nach so langer Zeit würden die Separatisten einfach nicht aufgeben, meint ihre 20jährige Freundin Amelie. «Ich verstehe dies Leute nicht», sagt sie gegenüber dem Regionaljournal Bern Freiburg Wallis.