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Andrea Imfeld: «Ich habe bemerkt, dass von verschiedener Seite eine Unzufriedenheit da ist.»
Aus Regionaljournal Zentralschweiz vom 20.01.2020.
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Kampfwahl um Gerichtspräsidium Obwaldner Parteien wollen Kantonsgerichtspräsidenten loswerden

Die Obwaldner Parteien haben gemeinsam eine Gegenkandidatin fürs Kantonsgerichtspräsidium der Abteilung II lanciert.

  • Die Obwaldner Parteien haben sich gegen die Wiederwahl des seit 2013 amtierenden Kantonsgerichtspräsidenten Roland Infanger ausgesprochen.
  • Sie unterstützen geschlossen die Gegenkandidatin Andrea Imfeld-Gasser.

Normalerweise ist die Wiederwahl eines Gerichtspräsidenten im Kanton Obwalden eine Formsache. Jetzt aber ist dies anders. Ein Wechsel sei dringend angezeigt, schreiben die CVP, SVP, FDP, CSP und SP. Sie unterstützen die Kandidatur von Andrea Imfeld-Gasser, die das Gerichtspräsidium II von Infanger übernehmen soll. Die 39-jährige Juristin und Gerichtsschreiberin wohnt in Sarnen und ist in Lungern aufgewachsen.

Infanger wehrt sich

Die Parteien begründen ihre Haltung mit Schwierigkeiten, die in der Vergangenheit speziell beim Kantonsgerichtspräsidium II ausgemacht worden seien. Sie sprechen von permanenter Überforderung sowie Führungsproblemen. Zur Hilfestellung seien seit 2016 ständig ausserordentliche Pensen an Aushilfspersonal genehmigt worden, die gebotenen Zusatzchancen und Hilfestellungen seien aber ungenügend genutzt worden.

Roland Infanger selber wehrt sich vehement gegen die Vorwürfe der Parteien. «Sie sind haltlos und unbegründet – insbesondere jener der Überforderung. Wir haben in den letzten sechs Jahren über 1900 Fälle bearbeitet.» Er will also nicht den Hut nehmen und hält an seiner Kandidatur fest. Für ihn sei klar, dass die Parteien «offensichtlich einen unliebsamen parteilosen Richter loswerden wollen.»

Spezielle Situation

Für sie sei dies schon eine spezielle Situation, sagt Kandidatin Andrea Imfeld-Gasser. Sie sehe sich aber nicht als Vehikel der Parteien, um Roland Infanger loszuwerden: «Ich habe bemerkt, dass von verschiedener Seite ein Wunsch nach Veränderung da ist.» Darum sei sie bereit, sich zur Verfügung zu stellen und den Obwaldnerinnen und Obwaldner eine Auswahl zu bieten.

Nebst ihr schlagen die Parteien auch die bisherige Gerichtspräsidentin Monika Omlin (Abteilung III) und den bisherigen Gerichtspräsidenten Lorenz Burch (Abteilung I) vor. Gewählt wird am 9. Februar 2020, ein allfälliger zweiter Wahlgang ist für den 15. März 2020 vorgesehen.

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