Keine Kopien auf der Luzerner Kapellbrücke

Die Luzernerinnen und Luzerner wollen keine Kopien der beim Brückenbrand zerstörten Bilder auf der Kapellbrücke. Sie lehnen eine Initiative ab, die dieses Ziel verfolgte. Unterstützt wird dagegen die Wiederinbetriebnahme der Gütschbahn und der Verkauf des Grundstücks Mattenhof.

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Die Luzerner wollen keine Bilder der Original-Brücke

2:05 min, vom 30.11.2014

Die Luzerner Stadtregierung entscheidet weiterhin selber, welche Bilder auf der Kapellbrücke aufgehängt werden. Ziel der vom Stimmvolk abgelehnten Initiative der Jungfreisinnigen war es, dass die 146 Kopien aufgehängt werden, die der Luzerner Anwalt und Kunstliebhaber Jost Schumacher für rund zwei Millionen Franken anfertigen liess.

Die Replika aus Öl und Tempera sollten die Lücken auf der Kapellbrücke schliessen, die seit dem Brand 1993 in den Bilderzyklen klaffen. Mit der Ablehnung der Initiative wird die Gemeindeordnung nicht geändert. Die Stadtregierung entscheidet weiterhin, welche Bilder auf den Luzerner Holzbrücken aufgehängt werden.

Beitrag zur Sanierung der Gütsch-Bahn

Ja sagten die Stimmberechtigen dagegen mit 14'459 zu 12'127 Stimmen zu einem Kredit in der Höhe von 1,73 Millionen Franken für die Sanierung der 2008 stillgelegten Schrägbahn zum Hotel Gütsch. Die Stadt übernimmt damit gut die Hälfte der Sanierungskosten und greift der Gütsch-Besitzerin um den russischen Milliardären Alexander Lebedev unter die Arme. Gegen den städtischen Beitrag hatten FDP und CVP das Referendum ergriffen.

Ein Ja gab es auch zum Verkauf eines Grundstücks im Gebiet Mattenhof in der Nachbargemeinde Kriens an das Immobilienunternehmen Mobimo für 3,3 Millionen Franken. Der Ja-Stimmenanteil betrug 59,5 Prozent. Mobimo will auf dem Grundstück und zwei weiteren Parzellen eine Überbauung mit Hotel, Geschäften, Restaurants, Büros und Wohnungen realisieren.