Zum Inhalt springen
Inhalt

Vollgeld-Initiative Mit Mutter Helvetia und Wilhelm Tell gegen das heutige Geldsystem

Die Vollgeld-Initiative will den Geschäftsbereich der Banken einschränken. So solle das Finanzsystem sicherer werden.

Legende: Video Die Vollgeld-Initiative abspielen. Laufzeit 02:18 Minuten.
Aus Tagesschau vom 22.03.2018.

Darum geht es: Die Nationalbank hat heute ein Monopol auf der Ausgabe von Banknoten. Diese machen aber nur rund einen Zehntel des vorhandenen Geldes aus. Die übrigen 90 Prozent werden nach Angaben der Initianten von den Geschäftsbanken erzeugt. Es handelt sich um virtuelle Werte, die in der Regel nur als Zahl auf einem Bildschirm oder einem Kontoauszug existieren.

Das sagen die Initianten: Ihnen ist das heutige System zu unsicher. Weil Banken Profitinteressen verfolgten, würden sie regelmässig zu viel Geld schaffen, heisst es im Argumentarium zur Initiative. Das führe zu Blasen und Geldentwertung. Ob die Guthaben im Fall einer Bankenkrise noch ausbezahlt würden, stehe in den Sternen.

Daher soll Geld in Zukunft unabhängig von seiner Form – als Münzen, Noten oder elektronisches Buchgeld – immer aus «sicheren Schweizer Franken» bestehen. Diese sollen allein von der Nationalbank ausgegeben werden. Geschäftsbanken müssten bei der Nationalbank verzinsliche Darlehen aufnehmen. Geschäftsbanken wäre bei der Vergabe von Krediten oder Hypothek eingeschränkt.

Das sagt der Bundesrat: Die Landesregierung empfiehlt – wie auch das Parlament – die Initiative zur Ablehnung. Sie warnt vor einem gefährlichen und unnötigen Experiment. Bislang kennt kein Land der Welt dieses Modell.

Auch die Nationalbank ist nicht begeistert. «If it's not broken, don't fix it», sagte Nationalbank-Präsident Thomas Jordan – «Wenn etwas nicht kaputt ist, repariere es nicht».

Keine wichtigen News verpassen

Erhalten Sie die wichtigsten Nachrichten per Browser-Push-Mitteilungen.

Push-Benachrichtigungen sind kurze Hinweise auf Ihrem Bildschirm mit den wichtigsten Nachrichten - unabhängig davon, ob srf.ch gerade geöffnet ist oder nicht. Klicken Sie auf einen der Hinweise, so gelangen Sie zum entsprechenden Artikel. Sie können diese Mitteilungen jederzeit wieder deaktivieren.

20 Kommentare

Navigation aufklappen Navigation zuklappen

Sie sind angemeldet als Who ? (whoareyou) (abmelden)

Kommentarfunktion deaktiviert

Uns ist es wichtig, Kommentare möglichst schnell zu sichten und freizugeben. Deshalb ist das Kommentieren bei älteren Artikeln und Sendungen nicht mehr möglich.

  • Kommentar von James Klausner (Harder11)
    Wenn man schon mythologische Figuren bemüht, dann bitte richtig. Die 'Helvetia' stakst da mit dem Wappen Savoyens oder der 'Fröntler' aus der Faschistenzeit auf dem Schild herum...
    Ablehnen den Kommentar ablehnen
  • Kommentar von martin blättler (bruggegumper)
    Der hohe Wert des Frankens entsteht durch hohe Arbeitsmoral,Zuverlässigkeit,Qualität, vernünftige Schuldenwirtschaft und die Mitbestimmung des Schweizer Volkes. Das von den Banken geschöpfte Geld verschwindet in riesigen Blasen in London und Singapur,nicht in der heimischen Wirtschaft.Die Spekulanten sollen sich ihren Rohstoff selbst erarbeiten und nicht einfach gratis dem Land stehlen.
    Ablehnen den Kommentar ablehnen
  • Kommentar von Werner Karl Schenkel (ehrlich bleiben)
    Ich finde es problematisch, dass die Diskussionen zu Vollgeld von der Gegnerseite mit Desinformation und Diffamierungen geschmückt sind. Haben diese keine Argumente mehr? Ich überlege mir, weshalb soll ich 10-15% Zins zahlen - für einen Kleinkredit, solange diese Banken das Geld aus dem NICHTS herstellen und keinesfalls, wie sie immer noch behaupten, Spargelder ihrer Kunden für den Kredit einsetzen. (Das ist im bestehenden Teilreservesystem gar nicht erlaubt) Sie brauchen nur 3,5-4% SNB-Geld!
    Ablehnen den Kommentar ablehnen